Mythos Energieraub

Ein lieber Freund von mir hat einmal angeregt, ein kleines Buch über Schutzrituale und andere Möglichkeiten zum Schutz vor Energieräubern zu schreiben. Meine Antwort ist nach wie vor: “Niemand raubt dir Energie einfach so, sondern du lässt dich nur hinunter ziehen auf ihr Niveau.”

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Es kursiert nach wie vor der Mythos, dass andere Leute oder sogar Dinge uns Energie abzapfen würden. Genauso wie die Vorstellung, dass wir Energie auftanken müssten, als wären wir Elektroautos. Doch das macht keinen Sinn, wenn man sich die Wirklichkeit ansieht. Denn warum wären sonst Schlaf, Meditation und Erfolgserlebnisse so energie-spendend?

Besser geeignet ist das Bild einer Sonne, als die wir uns selbst sehen könnten. Jeder unbrauchbare Gedanke schiebt sich wie eine Wolke davor, und dabei gibt es dünnere und düstere Wolken. Jedes mal wenn der Wind diese Wolken verbläst oder sie sich auflösen, kann man das strahlende Licht der Sonne wieder sehen. Das ist im Prinzip die Kunst die eigene Energie wieder zu entdecken.

Solange man alleine ist, merkt man nämlich auch, wie die eigenen Gedanken oder vielmehr die eigene Aufmerksamkeit genau dieses innere Strahlen zulässt oder eben verhindert.

Doch was passiert in der zwischenmenschlichen Interaktion?

Es gibt hier drei wesentliche Gründe, warum uns andere Menschen als Energieräuber vorkommen. Und alle drei sind selbstverschuldet, also auch für uns steuerbar, wenn wir es wollen. Doch dazu später.

1 – Das Leid oder die Probleme des anderen zu übernehmen kann selbstverständlich dazu führen, dass wir uns auch schlechter fühlen. Genauso wie die Verurteilung der Eigenschaften oder Handlungsweisen eines anderen. Und es gibt durchaus Leute, die das auch ausnutzen, sozusagen manipulativ anwenden. Ganz einfach deshalb, weil es ist unserer Kultur üblich und beinahe normal geworden ist. Leider macht das aber gar keinen Spass auf die Dauer.

2 – das Drama und das Unglück ist meist lauter als der stille Frieden und bekommt deshalb mehr Aufmerksamkeit. Ganz automatisch folgen unsere Augen und Ohren der Action und so richten wir sie allzu oft auf unnötige, weil inszenierte Opfer und Scheinkatastrophen ( wie in den Medien).

3 – Wir sind meist zu sehr mit dem Aussen beschäftigt, als dass wir uns im Inneren spüren. Auch unsere weise, innere Stimme nehmen wir dann nur scher wahr. Denn häufig sind viele Ablenkungen draussen da, die zu einer regelrechten Reizüberflutung und Stress werden können.

Tipps für die Steuerung des Aufmerksamkeit

1 – Ruhe

Um gleich den letzten Punkt aufzugreifen: es empfiehlt sich sehr viel Ruhe und beinahe Langeweile zu erleben, um wieder diesen inneren Fokus zu stimulieren. Denn auch das ist eine Art Training, nämlich sich anzugewöhnen nach Innen zu spüren und zu hören.

Dazu ist es auch ratsam die Situationen zu verändern, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind und die uns offensichtlich belasten. Ich rate auch immer Menschen zu meiden, die sehr unruhig sind oder gar bedrängen, selbst wenn sie zur eigenen Familie gehören. Denn nur wenn ich mich selbst spüre, kann ich zu einem konstruktiven Mitmenschen für den anderen werden. Ansonsten sind wir unbewusst und reaktiv, manchmal sogar wie ein ausbrechender Vulkan – und das wollen wir uns eigentlich nicht angewöhnen.

2 – Wie möchte ich sein

Wenn du dich heute entschliesst, mit jemanden zusammen zu leben, dann ist es viel wichtiger, wie dieser Mensch auch in Zukunft sein wird, als wie er in der Vergangenheit war.

Das gleiche gilt für dich selbst auch! Wie du in Zukunft sein wirst, ist wichtig. Also überlege dir einmal in aller Ruhe WIE du gerne sein möchtest. Achte auf positive Formulierungen dabei und zähl gerne so viele Eigenschaften wie nur möglich auf: freundlich, ehrlich, zuvorkommend, witzig, schlau etc.

Leider beschäftigen wir uns viel zu häufig in Gedanken damit, was wir darstellen wollen oder was andere von uns halten sollen. Doch das ist völlig unwesentlich und macht uns erst recht von anderen abhängig. Diese Frage bringt dich also mit deiner Aufmerksamkeit wieder zu dir selbst und macht dich unabhängiger vom Aussen.

3 – Wunschdenken

Alles was passiert ist und sogar was im Moment da ist, gehört eigentlich im nächsten Moment schon wieder der Vergangenheit an. Wie ein Reisender sollten wir unseren Fokus in die Zukunft richten, allerdings genügt dazu die nahe und überschaubare Zukunft. Und anstatt sich irgendwelche unbegründete Sorgen zu machen, gestalten wir lieber unser Leben durch schöne Träume.

Grössere Ziele dürfen durchaus sein, genauso wie eine kleine Liste mit Dingen, die wir noch erleben wollen. Benutze also so oft wie möglich deine Phantasie dazu dir schöne Dinge auszumalen und Luftschlösser zu bauen. Wie immer mit der Prämisse, dass du dich wunderbar dabei fühlst. Die inneren Bilder sind nur dann nützlich, wenn die inneren Gefühle dazu passen. Manchmal finden wir nur schemenhafte Vorstellungen, wie der Traum vom Fliegen, manchmal gelingt es uns allerdings auch uns ganz konkrete Erlebnisse vorzustellen.

Auch das ist eine Art mentales Training, bei dem wir immer besser werden können bis es zur Gewohnheit wird. Schliesslich werden wir dann überwiegend positive Dinge erwarten, weil sich unsere Aufmerksamkeit vorrangig damit beschäftigt.

Selbstbestimmung

… ist die wirklich befriedigende Kunst des Lebens. Nämlich bewusst und mit Freude das eigene Leben zu gestalten und zu erschaffen. Etwas das wir eigentlich schon als Kinder hätten üben sollen und das wir heute den nachfolgenden Generationen wieder mitgeben wollen.


ALOHA Susanna

Post Author: Susanna

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