ein Gefühl von Gemeinschaft

Vor ein paar Wochen habe ich mir im Rahmen von einem Onlinekongress ein Interview mit Lyanne McTaggert angehört, die ich schon seit langem bewundere. Sie forscht über die Kraft des Betens und ihr Fokus liegt auf Gruppen, also wie es funktioniert und um wie vieles stärker wirkt eine Absicht, wenn man sich in einer Gruppe synchronisiert.

Dabei sagte sie etwas sehr Eindrückliches: „Die meisten Menschen haben ein Bedürfnis nach Gemeinschaft, das heutzutage nicht ausreichend gestillt wird.“

Gestern meinte auch der Caritas-Chef im Fernsehen: „Einsamkeit ist ein sehr großes Problem, über das zu wenig gesprochen wird.“

Beide reden ja von dem gleichen, allerdings merkt man auch an diesem Beispiel ganz deutlich, wie man es lösungsorientiert beschreiben kann, und in zweiteren Fall eine typische old-school Formulierung, die sich deprimierend anfühlt.

Wunsch manifestiert

Es ist schon eine Weile her, sicher ein Jahr, als mir ganz klar wurde, dass ich auch viel mehr Gemeinschaft leben möchte. Wahrscheinlich war ich eine Zeit lang davor auch eher am jammern, das weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so genau. Jedenfalls habe ich mehrmals Visulaisierungsübungen und geführte Meditationen gemacht, um mir dieses Gefühl der Verbundenheit und Zugehörigkeit zu anderen Menschen wieder zu vergegenwärtigen.

Fast Forward: Etwa ein halbes Jahr später, nach meinem Umzug in meine neue Wahlheimat hatte ich innerhalb von einem Monat zirka zweihundert neue Bekannte, darunter auch wirklich liebe Freunde. Wenn ich so zurück blicke, ist das schon sehr erstaunlich und keinesfalls übertrieben.

Natürlich sind da auch aufgefrischte Freundschaften darunter, wie vierzig Leute aus meiner Schulzeit, aber überwiegend tolle, neue Menschen.

Wie habe ich das gemacht?

Es tut wirklich gut zurück zu blicken, und festzustellen, dass ich mir ein Situation geschaffen habe, die ich mir gewünscht habe. Ganz bewusst. Und mir natürlich auch die ganz rationale Frage beantworten, wie mir das gelungen ist.

Zum einen war da die klare Absicht mich geborgen und aufgehoben zu fühlen unter lieben Menschen. Das war ein Gefühl, das ich zuerst nur durch eine Visualisierung wieder finden konnte. Jetzt ist es schon so normal geworden, dass ich es nur bewusst spüre, wenn ich meine Gedanken darauf konzentriere. Es ist also unbewusst ständig da. Aber ich musste es eine Zeit lang wieder üben und einfach nur wiederholen, bis es automatisch wieder ein Teil von mir war.

Das ist alles?

Ich musste auch aufhören, die Mangelgedanken und Gefühle zu praktizieren. Das war in meiner Situation insofern leicht, als ich umgezogen bin und wieder in meine alte Heimat zurück, oder zumindest ganz in die Nähe davon.

Außerdem hatte ich keine konkreten Erwartungen, sondern nur Vorfreude.

Letztes Jahr hatte ich auch noch überlegt in eine spirituelle Gemeinschaft nach Italien zu ziehen, merkte aber, dass es mich mehr nach Ostösterreich zog. Ich wollte wieder verstanden werden, und in der schönen flachen Landschaft des Weinviertels spazieren gehen.

Don`t stay where you are just tolerated, go where you are celebrated

wild women sisterhood

Auch dieser Spruch hatte mich inspiriert, auch wenn ich mir gar keine konkrete Situation darunter vorstellen konnte. Allein die Idee, zu den Menschen zu gelangen, die Freunde an mir haben und mich wertschätzen, fand ich großartig.

Stell dir vor, du gelangst in eine Situation, wo viele Leute sich freuen, dass du da bist und genau das machst, was du gerne tust. Das ist doch ein cooles Gefühl – nicht wahr?

Und es braucht nicht mehr als dieses Gefühl, solange du es nicht mit „Ja – aber …“-Gedanken killst. Rückblickend staune ich jetzt gerade, darüber, dass ich in den letzten Monaten von mehreren Seiten gerade diese Wertschätzung und Bestärkung erhalten habe.

Nur um dich zu inspirieren

Stell dir vor, dass jemand Folgendes zu dir sagt ( ist mir passiert und ich war baff):

Du bist wirklich eine Bereicherung für die Stadt.

Ich bin so froh, dass du dich engagierst – ich könnte das nicht.

Es war schon an der Zeit, dass mal jemand wie du kommt und frischen Wind bringt.

Jede Erfolgsgeschichte klingt wie Angeberei, das ist mir schon klar. Und ich versuche gerade, so zu schreiben, dass meine Geschichte dich motiviert.

Denn das Rezept für Erfolg liegt auf der Hand: es sind Gefühle und die Kunst, sich mit den richtigen Gedanken in die richtige Stimmung zu bringen – langfristig natürlich.

Durchhalten

Zum Wunschgefühl und der Vermeidung von negativen Gedanken gesellt sich also noch die Komponenten des Durchhaltevermögens. Einfach nicht daran zu denken, dass sich der Erfolg noch nicht eingestellt hat, ist wirklich kein guter Ratschlag.

Viel hilfreicher ist da der Grundsatz, dass alles für etwas gut ist. Denn dann ist auch jeder Tag, jeder Augenblick für etwas Besonderes gut, auch wenn es nicht direkt mit deinem großen Wunsch zu tun hat. Indirekt jedoch wird es dir helfen in die richtige Stimmung zu kommen und dein Zielgefühl zu festigen.

Genau durch diese geistige Ablenkung kann das Schicksal plötzlich zuschlagen und wunderbare Ereignisse für dich manifestieren.


Alles Liebe, Susanna

Post Author: Susanna

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