Der Praxis-Schrittmacher 6: diese 5 Texte solltest du parat haben!

Wir wollen über den Kunden-Nutzen informieren und nicht verkaufen“

Diese neue Parole in Seminaren und Fachbüchern ist endlich eine klare Ansage hin zu ethischem Verhalten in Werbung und Verkauf.

Doch wir Spirituell-Arbeitende haben gerade mit diesem Nutzen so unsere Herausforderung. Denn wir dürfen natürlich keine Heilversprechen abgeben und würden uns das auch nicht anmassen, gleichzeitig brauchen wir aber etwas Handfestes um die Wirkung unserer Leistungen zu beschreiben.

Nur ein wenig mehr Entspannung oder Ruhe anzubieten, ist wenig Anreiz für den potentiellen Kunden eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Dazu kann man auch ein Buch lesen oder einen Film sehen, was wesentlich einfacher und günstiger ist.

Wie also aussagekräftig nach Aussen treten, und richtig sichtbar werden?

-> Texte vorbereiten, Experten fragen und üben, ist mein Tipp, denn dadurch kannst du dich richtig strahlen lassen.

Hier die konkreteren fünf Texte, die du solide parat haben solltest:

1 – Testemonials

Erfahrungsberichte von Klienten sind sicherlich einer der besten Wege, um zu erklären was alles möglich ist und sie sind stark, weil sie sehr konkret sind.

Dazu gehören auch die eigenen Erfahrungen mit einer Methode oder einem Weg, die auch gleich erklären, warum man selbst diese Technik anbietet.

Hat man zu wenige Geschichten von eigenen Klienten, dann gibt es genügend tolle Erfolgsgeschichten bei dem Lehrer oder vielleicht sogar im Kollegenkreis, die man auch als Beispiele vorbringen darf.

Wichtig ist die STORY, also die leicht lesbare und verständliche Geschichte, denn nur Empfehlungen wie „Sie ist super – geht zu ihr hin“ sind wenig hilfreich, für jemanden, der sich informieren möchte. ( dürfen aber auch zwischendurch mal sein.)

2 – Traumkundenproblem ansprechen

Sich auf einen Traumkunden zu fokussieren kann immens hilfreich sein um sich nicht als Hans Dampf in allen Gassen zu präsentieren. Nämlich wenn ich ganz klar kommuniziere, an wen sich mein Angebot richtet. Das kann Problem-Themen betreffen, aber auch Lebenssituationen oder Menschentypen.

Eine elendslange Liste von Problemen, die man mit seiner Dienstleistung ansprechen möchte ist unpraktisch und eine zu kurze, allgemeine Beschreibung oft nicht effizient. Probleme aller Art lösen zu können, wirkt nämlich diffus und manchmal sogar unglaubwürdig.

Den Fokus auf 3 typische und konkrete Situationen zu richten, lässt einen klarer und glaubhafter auftreten.

Beispiel: Rückenschmerzen, Beziehungsprobleme, Schlafstörungen, Migräne.

Nicht-so-klar: Ängste aller Art, Entspannung, Wellness, Verbesserung, Hilfe.

3 – Warum es wirkt erklären

Wir wollen uns gerne aus dem mystischen, verklärten Nebel der Zauberer abheben, indem wir unseren Klienten eine einfache und solide Erklärung mitgeben, warum eine Technik oder Methode funktioniert. Das zu formulieren in einer Sprache, die jeder versteht ist sehr viel Arbeit. Aber sie ist noch aus einem anderen Grund extrem wichtig: Kann ich meinem Klienten verständlich machen, warum und wie er jetzt Besserung bewirkt, dann verstärkt sich der Effekt!

Zudem bin ich gewappnet für jede Lebenssituation, wo ich auf meinen Beruf angesprochen werde und kann mit Selbstvertrauen und klaren Worten bodenständig auftreten. Vielleicht sogar neue Klienten dadurch gewinnen. Jedenfalls mache ich mich sichtbarer und glaubwürdiger, strahle mehr Selbstvertrauen aus.

  1. Ümi

Als Dienstleister präsentierst du auch dich als Person, und das ist häufig das Entscheidungskriterium von Neukunden. Also gilt es sichtbar zu werden und sich nicht länger zu verstecken, sondern klar zu sich zu stehen.

In einem klassischen Über-mich-Text macht es Sinn 3 grundlegende Dinge zu erwähnen:

  • Was bietest du an
  • Warum machst du was du tust
  • Persönliches – dein USP 😉

Das kannst du durch deine Geschichte erzählen – ergänzt mit einem netten Foto. Jedenfalls nicht mit einer langen Liste aller Ausbildungen und schon gar nicht zu viel über andere ( Ausbildner, Partner, Haustiere) schreiben, sondern bleib bei dir und deinem Erleben.

Deine Story beschreibt dich aus etwas Distanz und hebt konkrete Erlebnisse hervor, die genau dich Einzigartig machen. In deinem Stil und mit deinen Worten. Das braucht Zeit und Feinschliff, also Geduld und auch oft Unterstützung, weil wir uns selbst gar nicht so objektiv sehen.

Anm.: Für solche „Und was machst du so beruflich?“-Situationen empfiehlt sich auch einen Elevator-Pitch einzuüben, in dem ich in 20 Sekunden einfach erkläre, was ich mache, falls der Fragende mit Spiritualität so gar nichts am Hut hat.

5. Kritik herumdrehen

Der letzte und entscheidende Text, den man gerne parat haben möchte ist die Antwort auf Negatives. Seien es Vorurteile oder Skepsis nach der Dienstleistung, denn auch das kann ein Einstieg in einen Dialog sein, den du ins Positive lenken kannst. Es gilt dabei auch geduldig zu sein, also zuerst zuhören und wahrnehmen, vielleicht auch Fragen stellen und dann die eigene Sicht dazulegen. Häufig bringt das viel mehr Erfolgserlebnis als Kaltaquise oder blind-rausgeschossene Werbung.

Übe das mit Freunden und finde deine Texte, finde ihre Bedenken und mach dich bereit für Informationsgespräche, die in der Kritik beginnen.

Du selbst bleiben

Merkst du um wie viel alles leichter wird, wenn du deine Texte schon vorbereitet hast?

Natürlich wollen wir dabei flexibel bleiben, um auf die Sprache des Gegenübers einzugehen – insbesondere im persönlichen Gespräch.

Aber auch du selbst bekommst mehr Klarheit über deine Ziele und Absichten, wirst lockerer und verständlicher. Gerade das ist im spirituellen Bereich wichtig, weil Aufklärung nötig ist und du als Person dich positiv zeigen möchtest.


 

Viel Glück und Alles Liebe,

Susanna

Post Author: Susanna

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