Susanna BELLONI

Schamanische Praktiken und Wissen

Schamanismus ist in aller Munde und häufig stellt man sich die Frage: Was ist das eigentlich?

Nun es gibt da eine einfache, allerdings nicht sehr genaue Antwort: als Schamanismus bezeichnet man spirituelle Lebensweisen, die meist in indigenen Kulturen praktiziert werden. Dabei gibt es kein einheitliches System, aber sehr viele Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Völkern. Sie unterscheiden sich aber deutlich von den organisierten Religionen wie Christentum oder Hinduismus, denn sie kennen weder Bibel oder komplizierte Theorien. Dadurch sind sie für den Verstand schwer fassbar und schwierig zu beschreiben.

Typisch für schamanische Praktiken ist allerdings, dass die äusseren Handlungen nicht so wichtig sind, wie Gefühle und Gedanken.  Das heisst Rituale dienen vielmehr dazu den Geist zu fokussieren und die innere Wahrnehmung zu aktivieren. Unsichtbare Energien wie Verstorbene und Naturgeister  werden berücksichtigt und miteinbezogen, sowie eine noch grössere Sicht auf das Zusammenspiel des Lebens in seiner Gesamtheit.

Bekannte Schamanische Praktiken sind zum Beispiel:

  • Schwitzhütte, Trommeln und Jahreskreis wie von den nordamerikanischen Indianern
  • Massagen, Tänze und Gesänge wie von den Ureinwohnern Hawaiis und Polynesien
  • Reinigungs-gesänge von den Inuit aus Grönland
  • Gebete und Zeremonien von den südamerikanischen Indios
  • Geistheilung von den Tuwa aus der Mongolei
  • Traumreisen von den Aborigines aus Australien
  • Keltische Zeremonien  aus Irland
  • Sufi Weisheiten und Tänze aus dem nahen Orient

FAZIT

Es gibt sehr viele Kulturen und Völker, die schamanische Lebensstile pflegen. Sie haben etliche Gemeinsamkeiten:

  • sie nehmen das Leben als komplexes Zusammenspiel aller Elemente wahr
  • sie wissen, dass der Geist die Materie beherrscht
  • sie lassen sich nicht festlegen oder einengen
  • sie vertrauen ihrer inneren Stimme und Intuition mehr als dem Verstand
  • sie wollen ein Miteinander und Harmonie zwischen Menschen und Natur

Schamanismus ist also keine Religion, keine strukturierte Lebensanweisung, sondern viel individueller. Wenn jeder einzelne begreift, wie wichtig er als Teil des Ganzen ist und danach lebt, dann respektiert er auch alles andere als wichtigen Teile des Lebens. Werte wie Respekt, Achtsamkeit und Umsicht sind zentral und werden hoch gehalten. Authoritäres Verhalten oder Besserwissertum erlebt man kaum und wird nach Möglichkeit ignoriert, wenn nicht sogar wie kindischen Verhalten belächelt.

In unserem westlichen Denken haben sich viele destruktive Haltungen und absurde Verhaltensweisen eingeschlichen, die Stress und Leiden verursachen. Das Ego im Verstand steht im Vordergrund und wird zur quälenden Plage, weil nämlich die Frage „Wer bin ich“ ständig drängt. Dabei zeigen uns die schamanischen Kulturen einen ganz einfachen Ausweg, nämlich den des harmonischen Miteinanders.


 

In den spirituellen Ausbildungen und Coachings wende ich einige dieser schamanischen Praktiken gerne an, allerdings ohne Show und Kostüm. ( ich käme mir sonst unauthentisch vor). Besonders Traumreisen,  Heilgespräche und Geistigheilen habe ich von den unterschiedlichsten Kulturen gelernt und gebe sie gerne weiter, da sie sehr wirkungsvoll und einfach sind.

Wenn es um Wissen und Weltbild geht, dann berufe ich mich am liebsten auf die hawaiianischen Huna-Philosophie, die mit einer einzigartigen Klarheit die Gesetzmässigkeiten des Lebens erklärt und beschreibt.

mehr dazu unter „alte Weisheiten aus Hawaii“

Für die spirituelle Fitness, also Klarheit und Wachsamkeit finde ich die Prinzipen des Buddhismus sehr nützlich, denn sie geben klare Anleitungen welche Übungen uns wieder in unsere Mitte bringen und was wir in unseren Alltag integrieren sollten.

10 Tipps für deine spirituelle Fitness