Es kann nur einen geben

Tausend Gründe

Wie viele Diskussionen habe ich schon in meinem Leben geführt, darüber, ob es denn die Macht des Bösen gäbe, geschweige denn ob es schlechte Menschen gäbe.

Schon seit jeher war mir klar, dass es weder das eine noch das andere gebe kann. Und immer wieder sah ich mich dein gleichen, schalen Argumenten dagegen ausgesetzt, die scheinbar durch ein merkwürdiges Weltbild der christlichen Kultur entstanden sind.

In meinem Kopf klinge ich bereits wie eine alte Schallplatte, doch ich sollte all die vielen Argumente, die sich über die Jahre angesammelt haben, hier auch schriftlich festhalten.

Beginnen wir doch bei Adam und Eva 😉

Also im Paradies war alles noch gut und fein, bis die beiden Schlaumeier von den Früchten des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse naschten.

Aufgedröselt heisst das: sobald der Mensch darüber nachzudenken beginnt, was gut oder schlecht ist, fällt er aus dem Zustand der Glückseligkeit. Denn für Gott ist alles gut und richtig.

Also Verurteilungen, schlechtes Gewissen oder Schuldzuweisungen sind solche Früchte, die die Menschheit plagen und völlig unnötig sind. Genauso verhält es sich mit zukünftigen Ereignissen, die man gerne in gute und schlechte einteilen möchte. Doch das kann man im Vorhinein doch gar nicht wissen.

Tacheles

Fest steht, dass in sämtlichen heiligen Schriften keine Quelle des Bösen oder böse Wesen erwähnt werden, lediglich in deren Interpretationen. Es entstammt vielmehr der Märchen- und Sagenwelt, dass boshafte Gestalten den Menschen das Leben schwer machen wollen. So sind diese Ideen in unsere Köpfe gelangt.

Auch Luzifer, der Engel des Lichts und der Wahrheit, wollte Adam und Eva nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil. Er sollte Klarheit und Reinheit in deren Angelegenheit bringen, was allerdings die beiden Paradiesvögel verweigerten und aus Angst flüchteten.

Angstmache als Machtinstrument

Genau diese Angst, dass man etwas falsch gemacht hätte und von Gott ( oder sonst jemanden) dafür bestraft würde, hält viele noch in Atem. Sie macht uns schwach und orientierungslos.

Genau deshalb sind wir anfällig für Manipulationen und Verurteilungen anderer, die auf direktem Weg in eine Hölle von narzisstischen Verstrickungen führt – nämlich wenn wir der Angst Folge leisten.

Jahrhunderte lang selbst von spirituellen Anführern aller Religionen benutzt, haben sie dazu geführt, dass wir uns von ihnen losgesagt haben. Denn tatsächlich ist jeder sein eigener Richter und Henker.

Du bist Gott

Neville Goddard, ein hochgeschätzter Lehrer des 20.Jhts. predigte den Satz: „Es kann nur einen geben“. Also es gibt nur eine Macht, einen Gott und der ist gut. Er wohnt in dir und deshalb bist du selbst, dein Innerstes entscheidend.

Die einzige Frage, die sich jeder immer wieder stellen sollte ist, was für ein Mensch er gerne sein möchte. Und dafür lohnt es sich nach positiven Beispielen Ausschau zu halten, anstatt andere zu kritisieren oder zu verdammen. Ganz einfach eigentlich.

Rundumschau

Blickt man sich allerdings in unserer Kultur ein wenig um, so scheinen Medien und Gerede sich überwiegend mit Skandalen, Bedrohungen und Katastrophen zu beschäftigen.

Unsere Freunde jammern uns gedankenlos zu und scheinen gar nicht auf der Suche nach Lösungen. Umso älter man wird, umso weniger reden Leute über ihre Träume und Ziele, sondern sehen überall Hindernisse und Probleme.

Natürlich redet man da lieber mit jungen Leuten, die noch begeisterungsfähig und leidenschaftlich sein können.

Eine Frage des Bewusstseins?

Auch in spirituellen Kreise hört man immer wieder von bedrohlichen Seilschaften oder schlechten Energien, von denen geheime Gefahren ausgehen sollen. Bis hin zu Verschwörungstheorien musste ich schon vieles hören, dass ich für mich als irrwitzigen, narzisstischen Unsinn eingestuft habe.

Gerade wenn man sein Bewusstsein erhöht, erkennt man die Absurdität solcher Geschichten. Denn nicht in welche Bewusstseinsstufe man hinein geboren ist, entscheidet die spirituelle Weisheit, sondern welchen Zustand man bewusst in jedem Augenblick wählt. ( Es ist wirklich an der Zeit mit diesen Eso-Ego-Programmen aufzuhören.)

Natürlich …..

Können wir Leute beobachten, die sich unangenehme Verhaltensweisen so sehr angewöhnt haben, dass sie zu einem Wesenszug wurden und die man als „schlechte Menschen“ bezeichnen könnte. Jedoch verhält es wie mit jeder Gewohnheit: man kann sie sich auch wieder abgewöhnen und so auch seinen Charakter ändern.

In einer narzisstischen Gesellschaft gestaltet sich das zunehmend schwieriger, aber es ist mit genügend Einsicht durchaus machbar. Und vor allem: mit der richtigen, nämlich positiven Motivation.

Spiegel in uns

Vergessen wir zu guter Letzt nicht, dass jeder von uns irgendwelche schlechten Angewohnheiten besitzt und sie gerne los werden möchte.

Geben wir also allen anderen auch die Chance zur Umkehr und Besserung – unterstützen wir sie dabei !


ALOHA Susanna

Post Author: Susanna

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