Weil Ethik über Moral siegt

Normalerweise bin ich kein Wortklauber, aber angesichts der Intensivierung der Reibungen zwischen Intuition und angelernten Verhaltensregeln, ist es an der Zeit zwischen Ethik und Moral deutlich zu unterscheiden.

Denn sie sind nicht ident, nicht einmal ansatzweise, obwohl sie gerne miteinander verwechselt und oft durcheinander gebracht werden.

Das neue Zeitalter der Ethik

Vor viele Jahren hörte ich eine geniale Interpretation des Mayakalenders, wonach ab 2012 die neue Zeit der individuellen Ethik angebrochen ist. Das liess mich dieses Wort und deren Bedeutung näher erforschen und ich hatte etliche Aha-Momente dabei.

Nicht nur bedeutet diese Ethik, dass jeder von uns unabhängig von Wissensstand oder Bildung eine Art innere Orientierung eingebaut hat, sondern auch, dass wir im Prinzip keine Verhaltensregeln oder Gesetze brauchen.

Moral-Philosophie ist unnötig

Während sich das Genre der Ethik in der Philosophie noch immer mit dem rationalen Hinterfragen beschäftigt, erkennen die Spirituellen die Antwort im Fühlbaren. Das ist natürlich nicht leicht in Worte oder Bilder zu fassen, höchstens das Wort „Intuition“ lässt uns verbal ausdrücken, dass es da eine Wahrnehmung gibt, die jeder besitzt.

Und genau diesen Bauchgefühl tritt recht oft in Widerspruch zu Moralvorstellungen auf, die uns entweder gelehrt wurden oder wir uns selbst zusammen gereimt haben. Um diesen Konflikt mit den Worten eines mittelalterlichen Gelehrten zu formulieren: „Manchmal müssen wir etwas Falsches tun, um das Richtige zu tun“

Raus aus der Dualität

frosch

Genau diese ewige Frage zwischen Richtig und Falsch, die eine Kopfsache zu sein scheint, entpuppt sich als Illusion. Denn solange wir Pauschalurteile haben wollen, ob eine Tat eben richtig oder falsch wäre, werden wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Denn das wäre so als würde ich fragen: „Ist es richtig Bier zu trinken, oder nicht?“ Weil es eben ganz auf die Umstände ankommt, auf das Individuum selbst und den passenden Zeitpunkt. Genau diese Oberflächlichen Überlegungen haben uns erst in die Misere hineingeritten über die Taten anderer nachzudenken. Das mag vielleicht im geregelten Strassenverkehr noch nützlich sein, aber im zwischenmenschlichen Zusammenleben ist es das schon längst nicht mehr.

Zurück zu Adam und Eva

Ich habe die Geschichte im Paradies immer als genau diesen Konflikt zwischen Ethik und Moral verstanden. Gott war dabei die Quelle der Ethik oder Intuition und der Baum stand stellvertretend für den menschlichen Verstand, der sich allerhand Unsinn an Urteilen zusammen reimt. Warum sonst hätten sich Adam und Eva plötzlich ob ihrer Nacktheit geschämt?

Und genau diese Herzensstimme oder dieses innere Bauchgefühl ist keines der Verurteilung, sondern vielmehr ein Leitfaden oder Orientierung ähnlich wie ein Kompass für unser Schicksal. Denn die Nadel schlägt nur für uns selber aus und macht sich keine Gedanken über das Leben und Handeln anderer – nur über unser eigenes.

Missbrauch

Gerade deshalb finde ich es ehrlich gesagt ein völlig absurdes Unterfangen der Philosophen diese Ethik irgendwie einfangen zu wollen und in ein Gedankenkonstrukt pressen zu wollen. Es werden dazu allerhand innere Werte wie Ehre, Würde, Wahrheit, Respekt und Menschenfreundlichkeit definiert, die sehr schwer nachzuvollziehen sind und im Reallife ohnehin nur als Ausreden missbraucht werden.

Die Männer der Ehre – uomi d`onore nennen sich die Mafiosi auf Sizzilien, Respect fordern die Gangster der diversen kriminellen Banden auf New Yorks Strassen und die Wahrheit decken meist Verschwörungstheoretiker lautstark auf.

Instant Karma

Also wozu viele Worte machen, wenn doch jeder ohnehin diesen inneren Kompass der Ethik besitzt, der ihm wunderbar anzeigt, was stimmig und für ihn selbst richtig ist. Wozu Unterricht oder Belehrungen? ( Strassenverkehr ausgenommen)

Denn wenn wir dieser inneren Intuition länger nicht folgen, dann rächt sich das ohnehin darin, dass wir uns schlecht fühlen. Manchmal passiert auch ein Unfall oder irgendein anderes Missgeschick, häufig auch Krankheiten, die uns wieder auf den stimmigen Weg bringen. Mit anderen Worten es gibt hier ein Selbstregulativ, das jedem Menschen zurück korrigiert.

Es siegt immer die Ethik

Dieser Weg zurück zum eigenen Lebensweg ist zugegeben manchmal steinig oder hart. Gespickt mit Unfällen, Angst oder Schmerzen – eben genauso wie in der Bibel das Leben ausserhalb des Paradieses beschrieben wird.

Der Ausweg ist lediglich absolutes Gottvertrauen oder Vertrauen in sich selbst. Und das ist leichter gesagt als getan. Möglicherweise werden wir besser darin, umso mehr wir uns mit dem Kern der wahren Spiritualität beschäftigen.

Alternativ dazu empfiehlt sich natürlich auch einfach nur positives Denken oder die Beschäftigung mit Hobbies, die uns völlig ablenken.

Denn zu tief sitzen die moralischen Glaubenssätze in unserer Denke, selbst in unserem Unterbewusstsein und plagen uns immer wieder auf Neue.

Also lasst uns froh und mutig in die Zukunft blicken und uns gewiss sein, dass wenn etwas weh tut oder es zwickt uns zwackt, es nur ein Hinweis unserer Ethik ist wieder auf den positiven Pfad der eigenen Schöpferkraft zurück zu kehren.


ALOHA
Susanna

Post Author: Susanna

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