Mentales Gefängnis

Es ist ein altes und auch, aufgrund von aktuellen Ereignissen, ganz neu dimensioniertes Thema: die geistigen Schranken und Begrenzungen, die wir uns selbst auferlegen.

Das Geschäft mit der Angst

Die beste und bewährteste Masche ist, aus Furcht vor möglichen und hypothetischen Konsequenzen gewisse Möglichkeiten auszuschließen. Dabei rede ich noch gar nicht vom Handeln, sondern allein die Gedanken verbietet man sich bereits im Kopf. “Es geht nicht”, “ich kann nicht” und etwas sei unmöglich zu tun.

Die Frage stellt sich doch: „Was habe ich davon, mir etwas zu verbieten oder mich einzuschränken?“ und die Antwort lautet ganz einfach: „Vermeintliche Sicherheit durch einen beruhigten Verstand“. Vielleicht auch weniger Stress oder Unsicherheit.

Doch wenn das Herz nicht mitspielt und dich wo anders hin zieht, als der Verstand dir erlaubt, dann hilft nur mehr Meditation und mentale Arbeit, oder du wirst krank.

Das Wesen der Gedanken

Ein Mensch hat Gedanken, doch er existiert auch ohne. Genau deshalb ist es ja so essentiell sich nicht mit den eigenen Gedanken zu identifizieren, sondern sie bewusst zu lenken und zu nutzen.

Es gibt dabei auch solche Gedanken, die uns hinderlich und stressig sind, die uns klein und ungenügend machen, uns leiden lassen oder uns traurig stimmen. Wir lassen sie jedoch zu, weil gerade eine der häufigsten Überzeugungen lautet: „das Leben ist kein Ponyhof.“ Ein Glaubenssatz, von dem sich allerdings viele Leute schön langsam befreien.

Denn die Wahrheit hinter all diesen tausenden überflüssigen Gedanken fühlt sich immer gut an und leicht. Sie ist oft schwer zu finden – doch umso befreiender, wenn gefunden.

Der Glaube versetzt Berge, also wie entsteht Glaube?

Eine wesentliche Sache, die viele noch nicht durchschaut haben, ist, dass Glaube und Glaubenssätze nicht durch Wahrheit sondern durch Wiederholung entstehen. Also das, was wir oft gehört haben, halten wir für wahr – ohne es auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft zu haben. Die häufige Wiederholung von Slogans oder vermeintlichen Informationen tragen also zur Meinungsbildung bei, sofern sie auch nur ansatzweise zu unserer Sichtweise passen.

Genauso können und werden tatsächlich Realitäten geschaffen, was man sehr gut an der Berichterstattung in den Medien beobachten kann. Umso einheitlicher das Storytelling in den diversen Nachrichten, umso stärker die Überzeugung der Leute, dass die Realität genau so ist.

durchbrich die Maya!

Viel prägender als Informationsmedien ist aber unsere eigene Umwelt, unsere Familie und Freunde, unsere Arbeitskollegen und weitere Peers. Denn sie formen zu einem grossen Teil unsere Sicht auf die Welt, ganz einfach durch ihre Worte und noch mehr durch ihr Verhalten. Sich davon zu distanzieren und alle Überzeugungen zu hinterfragen, ist langwierig oder nur durch ein Trauma wie ein Nahtoderlebnis möglich.

Genau diese Sichtweise auf das Leben, diese Illusion, die im Kopf entsteht, wenn wir aus Informationen Schlüsse ziehen oder uns Überzeugungen aufgedrückt werden, nennt man die Maya – die grosse Illusion, die grosse Täuschung.

Es ist an der Zeit zu erkennen, wie wir selbst unsere eigene Realität, unsere Sichtweise und die Ereignisse in unserem Leben selbst gestalten. Denn dort liegt die unendliche Freiheit und der Zauber des Lebens verborgen.

Ent-täuschung als Therapie

Wir werden uns nie völlig der mentalen Interpretation der Wirklichkeit entziehen können, dazu ist der Verstand viel zu hyperaktiv. Doch wir können unsere Brille zumindest soweit korrigieren, dass weniger negative Auslegungen und Assoziationen im Kopf stattfinden. Das ist das Wesen der mentalen und emotionalen Therapie, so wie sie seit Jahrtausenden zur Heilung verwendet wird..

Gerade traurige, stressige oder angsterregende Vorstellungen und Interpretationen der Wirklichkeit werden dabei hinterfragt und als Täuschung aufgelöst, oder durch Rituale weg geschickt. Denn all die anderen scheinen uns zu helfen oder sogar der Wahrheit nahe zu kommen.

Visualisierungsübung

Stell dir vor du sitzt in deinem düsteren Gefängnis.

Jetzt bringt dir ein Vogel einen grossen goldenen Schlüssel.

Dieser Schlüssel passt genau in das Türschloss und du schliesst es auf.

Dabei vergoldet sich auf magische Art das ganze Gefängnis und verwandelt sich in einen wunderschönen Ort.

Auch die Leute, die mitgeholfen haben dieses Gefängnis zu erschaffen werden jetzt von diesem strahlen goldenen Licht verzaubert und lächeln.

Dann verlässt du den Ort und erlebst dich frei und kraftvoll. Du verwandelst dich in ein mystisches Wesen und fliegst durch die Welt.

Nach einiger Zeit landest du auf einem Felsen und spürst wieder die Verbundenheit mit der Erde. Lass dir Zeit tief hinein zu spüren und nimm wieder deinen Körper dankbar wahr.


ALOHA, Susanna

Post Author: Susanna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.