unbeugsame Entschlossenheit

Es gibt nicht viele Dinge im Leben, die man sich so fest vorgenommen hat, dass man keinen Zweifel daran zulässt.

Gerade im Laufe des Älterwerdens beginnt man immer mehr an Zielen oder Wünschen zu zweifeln, macht sie oft kompliziert oder wird wankelmütig. Vielleicht weil man schon so viel erlebt hat und so oft versagt hat. Weil die erfrischende Tatendrang und Lebenshunger der Jugend ein wenig auf der Strecke geblieben ist. Doch das ist ein Stück weit Resignation – nicht wahr?

Angst vorm Versagen

Natürlich gibt es in jedem Leben etliche Träume, die nicht erfüllt wurden oder Errungenschaften, die nicht annähernd erreicht wurden. Selten jedoch nehmen wir uns die Zeit diese Vorstellungen auf ihre Tauglichkeit zu hinterfragen, vielmehr speichern wir uns selbst als begrenzt oder sogar als Verlierer ab.

Als wären wir selbst nicht gut genug gewesen, oder hätten uns nicht genügend angestrengt, dabei waren wir nur den falschen Traumbildern nach gejagt. Ideen und Vorstellungen, die meist von anderen stammten, oder zumindest zu anderen gehörten, jedoch nicht zu uns selbst.

Sich selbst etwas Besonderes sein lassen

Ich bewundere ja Leute, die sich so an Systeme und vorgegebene Strukturen anpassen können, dass sie darin erfolgreich sind. Und mir tun die ein Stück weit leid, die so gar nicht damit zurecht kommen. Das beginnt schon bei Schulabbrechern, oder Schulversagern, die sich einfach nicht systemkonform verhalten können und die Leistung erbringen, die man sich von ihnen wünscht. Denn anstatt ihnen den Status einer wertvollen Besonderheit, also eine Bereicherung für die Vielfalt zu geben, raubt man ihnen Hoffnungen und Träume auf ein glückliches und unbeschwertes Leben. Noch mehr schickt man sie beinahe täglich mit negativem Feedback nach Hause und überlässt sie dort allein ihrer Trauer.

Das ist nun wirklich keine Erziehung, keine Bildung und schon gar keine Art die Jugend auf konstruktive Bahnen zu lenken.

Negativtum

Ja das ist jetzt eine neue Wortschöpfung für all die, die aus ihrem Jammertal nicht mehr heraus finden und stattdessen an allen anderen nur herum kritisieren. Was am Wirtshaustisch oder im Bus als Gesprächston gar nicht mehr auffällt, weil die ständige Meckerei schon zu unserer Alltagskultur gehört.

Anerkennung und Wertschätzung wünscht man sich hauptsächlich von anderen, ist aber selten nur bereit sie unaufgefordert zu geben – schon gar nicht im Smalltalk.

Kein Wunder in dieser übersystematisierten Welt, wo keiner mehr Normen oder Ansprüchen genügt, weil es einfach inflationär viele davon gibt. Da ist doch die Fehlleistung oder das Versagen vorprogrammiert, also unausweichlich. So machen wir uns selbst das Leben schwerer, anstatt es uns durch Strukturen und Systeme zu organisieren und erleichtern. Die Systeme und Regelwerke sind also weniger Lösung als Probleme geworden.

Gewinner

Doch zurück dazu, was wir in Wirklichkeit sind, nämlich zu der Erkenntnis, dass jeder einzelne wie ein kleines Rädchen in einem riesigen Uhrwerk wichtig und richtig ist. Eine gewaltiges Puzzle aus Billionen von Teilen, wo jeder für den anderen nötig und am anderen Ende der Welt tatsächlich nicht fehlen darf. Weil die Gesamtheit ein Kunstwerk der Balance und Ausgewogenheit ist, sogar die Komplexität eines holistischen Spiegels innewohnt.

Jeder einzelne ist in seinen individuellen schillernden Farben ein Unikat, ein Meisterwerk der Schöpfung.

Genau diese Sicht brauchen wir wieder um uns selbst auch unseres ureigenen Genies bewusst zu werden, nämlich der Fähigkeit zu gestalten. Sie ist die wahre Kunst des Lebens, die uns wieder zu Magiern macht, die mächtig sind.

Das letzte Quäntchen der Perfektion

Woran liegt es also, dass nicht jeder einfach Wünsch-dir-was spielen kann und mit einem Fingerschnippen bekommt, was er sich gerade ausdenkt?

Es liegt zum einen an der Entschlossenheit, als auch an einer gewissen Hartnäckigkeit schonungslos und bedingungslos dieses Ziel erreichen zu wollen. Genau da sollten wir wieder einmal die Spitzensportler genauer beobachten, die konsequent auf ein positives Ziel hin arbeiten. Wobei das Wort „arbeiten“ hier mehr als mentale Anstrengung zu verstehen ist.

Doch selbst diese Bemühungen sind nur dann wirklich mühsam, wenn sie eben von Zweifel oder Unsicherheiten immer wieder torpediert werden. Ist man frei von negativen Gedanken, dann gelingt alles spielerisch.

Man hat also immer die Wahl zwischen Fokussierung auf das konstruktive Ergebnis oder Freimachen von allen hinderlichen Gedanken – Meditation also.

Emotionen als Parameter

Da im Grunde genommen ein Sieg oder Gewinn sich großartig anfühlt, sollte man sich gefühlsmäßig genau darauf einstellen. Es genügt dies innerlich zu tun und sich nicht davon abbringen zu lassen. Wird es verkrampft, dann sollte man sich tunlichst mit Positivem ablenken oder den Kopf leeren.

Es gibt sicherlich eine Reihe von Tipps und Tricks sich mental auf Erfolg zu programmieren, und jeder ist erlaubt, solange er diesen Riesencomputer namens Gehirn unter Kontrolle bringt.

Fortlaufendes Mentaltraining ist sicherlich sinnvoll, weil gerade diese Fähigkeit die Gedanken zu beherrschen sonst nur in wenigen anderen, meist sportlichen Disziplinen geübt wird.

Fazit

Umso eher man sich also von einem verkrampften „ich will das unbedingt“ zu einem lockeren „ich mach das jetzt einfach“ bringt, umso steiler auch die weitere Erfolgskurve.


Alles Liebe, Susanna

Post Author: Susanna

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