Bleib doch einfach Bio

… weil Bio heutzutage das Gegenteil von normal ist

Bis du normal? Hoffentlich nicht. Wahrscheinlich wärst du gar nicht auf meinem Blog gelandet, wenn du so angepasst und normiert wärst. So brav, pflichtbewusst und gefällig, untergeordnet und nach Aussen hin perfekt. Wenn du nur glauben würdest, was die Medien berichten und was in der Schule als richtig gilt.

Denn irgendwann offenbaren sich die Widersprüche und du kommst drauf, dass dir deine eigene Intuition und Logik wesentlich besser dient, als all diese Informationen von Aussen.

Das ist wahre Emanzipation und hat nichts mit einem Rollen-Klischee zu tun, als vielmehr mit selbstständigem Denken und vor allem individuellen Entscheidungen.

Das Phänomen dabei …

… ist, dass wir einander im Inneren alle ganz ähnlich sind. Wer mehr auf seine innere Stimme hört und seine Wahrheit lebt, entdeckt plötzlich, dass viele andere zu den gleichen Vorlieben und Schlüssen kommen.

Und genau auf diesem Weg der Authentizität und Ehrlichkeit zu sich selbst, finden wir mehr Gemeinsamkeiten und vor allem Mitgefühl zueinander.

Manchmal braucht es einfach nur Stille dazu, um das zu entdecken – vor allem in unseren Köpfen. Den Verstand einmal leer machen von all diesen nervigen Gedanken, was noch zu erledigen ist und was nicht gut ist.

Das hat uns keiner in der Schule beigebracht, aber es wird hoffentlich bald allen klar werden, dass wir nicht nur den Verstand wie verrückt laufen lassen können, sondern auch öfter mal runter fahren wollen. Viel öfter.

Lug und Trug ist Stressfaktor Nr.1

Gerade vorgestern hatte ich ein Erlebnis, das mir wieder ganz deutlich gezeigt hat, wie mein Körper durch Anspannung kommuniziert. Ich wäre beinahe auf eine Gruppe Leute hereingefallen, die angeblich einen Kooperationspartner wie mich suchten. Zugegeben hatte ich mich auf ein interessantes Inserat gemeldet, über das ich zufällig gestolpert war. Schon beim ersten Telefonat hatte ich ein ganz altes Gefühl wieder, so eines, das man nicht sofort einordnen kann. So ein Ego-Gefühl der Überlegenheit, der Abgehobenheit oder der übertriebenen Souveränität, gepaart mit einer ganz kribbeligen Spannung in meinem Körper. Ich konnte beinahe nicht einschlafen und versuchte mich zu erinnern, woher ich das kannte, doch ich kam nicht recht darauf.

Zum Glück verlief die Kommunikation mit den Leuten am nächsten Tag schwierig, denn wir verpassten uns immer wieder am Telefon. Also sah ich mir ihre Homepage an und tat, was ich so aus alter Gewohnheit ( ich arbeitete früher im eCommerce) meist tue: Impressum und Geschäftsführung einmal checken.

Nach zehn Minuten war mir alles klar, das Gefühl verschwand und ich war wieder relaxt, denn die Leute stellten sich als völlig überzogene Bluffer heraus.

Ent-Täuschung tut doch gut

Im ersten Moment war ich sehr erleichtert, denn die Klarheit und Stimmigkeit liess mich wider entspannen, aber ein paar Minuten später kam die Trauer. Denn es ist fürchterlich traurig, wenn ein schöner Traum platzt und Zukunftsbilder sich in Luft auslösen. Nur das ist so, weil wir gerne konkrete Vorstellungen von unserer Zukunft haben wollen, nicht weil die Bilder so schön waren.

Das muss uns ein für alle Mal klar werden, sonst hängen wir ewig dem Vertrauten nach, selbst wenn es uns nicht gut tut.

Ja und es braucht Mut nach vorne zu sehen, wenn man keine klare Vorstellung davon hat, wie es weiter geht. Umso älter wir werden umso ängstlicher und gehemmter werden wir, ohne zu sehen, dass wir uns in eine mentale Sackgasse manövrieren. Denn ein kleiner Teil dieser Angst vor Neuem ist ganz instinktiv in jedem von uns drinnen, aber bei vielen hat der Verstand noch ganz erheblich dazu gelegt, was häufig nicht bewusst ist.

Grundprinzipien

  • dein Körper zeigt dir Unwahrheiten auf
  • dein Verstand übertreibt deine Ängste bis zu 100fach
  • deine Emotionen werden von deinen Gedanken gelenkt, also werd mal ganz langsam und klaube die einzelnen Gedanken auseinander.
Praktischer Tipp zum letzten Punkt:

Nimm deinen zerplatzen Traum oder deine Zukunftsbilder einmal her und gehe sie komponentenweise durch. Schau dir alle Details einzeln und in Ruhe an.

Was genau fühlt sich dabei gut an?

Was genau fühlt sich eher stressig an?

Dann mach dir eine Liste von den Details, die du gut findest, darauf kannst du nämlich aufbauen. Alle anderen verwirf erst mal und lass sie dir lieber offen, so gibst du dir nämlich die Freiheit neue Möglichkeiten zu entdecken.

Die Herausforderung Geduld

Dein Verstand wird trotzdem mehr Konkretes haben wollen, doch das kommt erst mit der Zeit. Dein Fundament, die Grundlage für deine Zukunft legst du mit dem Fokus auf die Dinge, die für dich stimmig sind.

Also verwirf nicht gleich deine Träume, sondern pick dir heraus, was du behalten möchtest und hab Mut zu Leerräumen. Mit der Zeit werden auch diese gefüllt werden mit Ideen und Vorstellungen, die wirklich zu DIR passen.

Das hat weniger mit krampfhaft-positivem Denken zu tun, sondern vielmehr mit deiner Fähigkeit immer besser zu verstehen, was für dich stimmt und was du möchtest.

Das ist spirituelles Wachstum, zumindest ein wesentlicher Teil davon. Denn du bestimmst, wie du dein Leben lebst und willst dir selber treu bleiben.

Daraus entsteht nämlich wahres Selbstvertrauen.

Post Author: Susanna

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