Susanna BELLONI

Kinder: hochbegabt + hochsensibel + spirituell

Warum Hochbegabte meist auch hochsensibel sind: sie benutzen beide Gehrinhälften parallel und versuchen sie in Einklang miteinander zu bringen. Genau das nennt man auch spirituell …

Wir haben Hochbegabung jahrelang Wissenschaftlern oder Künstlern zugeschrieben, die angeblich besonders gut die linke Gehirnhälfte benutzen können. Daraus sind IQ-Tests und sonstige Studien abgeleitet worden, die sich allerdings als nicht ausreichend gezeigt haben.

In den letzten Jahren hat sich da viel verändert: schön langsam erkannte man die Wichtigkeit der geistigen Kreativität und der visuellen Vorstellungskraft, beide werden allerdings der rechten Gehirnhälfte zugeschrieben, die auch für die Aufnahme von Wahrnehmungen steht.

Anders ausgedrückt, zeigen Hochbegabte eine starke Fähigkeit eigene Eindrücke zu sammeln und selbstständig darüber nachzudenken.

Nun dies kann ein dogmatisches Erziehungssystem erfolgreich abtrainieren, wie wir schön langsam begreifen. Druck, Stress und Angst blockieren und schwächen das Selbstvertrauen in die eigene, inneren Prozesse. Stattdessen werden Anpassung und Bildungs-Bulimie konditioniert und diktieren den Selbstwert. Manchmal mündet das in einer Abwärts-Spirale.

„jedes Kind ist hochbegabt“

Mir gefällt dieser Satz von Dr. Gerald Hüther, der nämlich auch meinem Empfinden und meiner inneren Logik entspricht. Ja – ich rede es mir leicht, weil ich immer schon wusste, dass mein IQ bei 140 liegt und meine feinen Antennen mich nicht trügen. Trotzdem kann ich nicht akzeptieren oder glauben, dass ich als Ausnahme geboren wurde, gerade nicht weil es in meiner Familie keinen Hinweis auf genetische Vererbung dafür gibt, zumindest nicht in diesem Ausmass.

Es macht mir viel mehr Sinn, dass jedes Kind genial und mit einer riesigen Veranlagung auf die Welt kommt, die gelebt werden könnte. Sei es Intellekt oder erweiterte Wahrnehmung. Ich sehe mich als eine der Glücklichen, die dieses Potential zu einem guten Teil behalten konnte und einfach nicht verloren hat. Und wenn ich „verloren“ meine, dann kann ich auch nicht glauben, dass ein Potential für immer verloren sein kann, sondern mit einigem Aufwand wieder belebt werden könnte.

und spirtuell ist ja auch jeder …

Genau mit diesem Prozess beschäftige ich mich praktisch seit Jahren, auch wenn das Wort „spirituell“ von manchen Leuten ganz anders verstanden wird. Ich verwende Phrasen wie „finde deine innere Wahrheit“ oder „aus einer höhere Sicht ansehen“ oder „mediale Fähigkeiten“, aber im Prinzip meine ich genau diese Intelligenz wieder zu entdecken, zu der jeder Zugang hat. Die vielleicht nur ignoriert oder abgewertet wurde, weil sie nicht in die Norm passte. Und doofer-weise wollen wir manchmal normal sein, damit wir akzeptiert werden und nicht ausgegrenzt. Es gibt zwar diese Aussenseiter, aber wir sehnen uns nach der Geborgenheit der Gemeinschaft und dem Wohlwollen von Autoritätspersonen, besonders wenn wir unsicher und ängstlich sind.

…. bleibe dein eigener Guru

Genau deshalb waren in den 80er Jahren diese NewAge-Schlagworte wie „Veränderung des Bewusstseins“ und „kritische Masse so wichtig. Denn die Menschheit entwickelt sich weiter und es gibt immer mehr Leute, die in Gruppen oder Netzwerken eine neue Normalität definieren können, die sich über die Zeit auch durchsetzten wird.

Auch das „Wassermann-Zeitalter“ wurde deshalb so viel besprochen, weil es uns bewusst machen sollte, dass wir uns schnell verändern. Und wo die Reise hingeht: nämlich zu einem unabhängigeren und freieren Denken. Genau das was wir an unseren Kindern beobachten und was uns Wissenschaftler auch heute beweisen, wenn sie in Studien feststellen: „wir werden immer schlauer“. ( Link zu Artikel im Spektrum der Wissenschaft mit diesem Titel)

Was passiert da gerade bei uns?

Im Moment beobachten wir wie sich gerade auch in der Erziehung schön langsam ein Umdenken ausbreitet, das genau diese höhere Potentialentfaltung ermöglicht:

  • Inspiration statt Druck
  • Selbstdenken statt Nachbeten
  • Begeisterung statt Strenge
  • Potential erkennen statt Anpassung fordern
  • Entspannung statt Angst

Genau diese Änderungen sind es, die uns Menschen intelligenter werden lassen und unsere Kinder hochbegabter und hochsensibler. Und die alle Eltern in die Zwickmühle bringen, denn unsere Bildungseinrichtungen und Mediziner haben sich noch nicht rundum erneuert.

Und auch die Eltern selbst haben sich noch nicht gänzlich von dem Druck und den Ängsten befreit, deshalb sollten wir dort den Hebel ansetzen und sie stärker unterstützen. Sie dürfen schliesslich ihre Kinder führen und begleiten.


 

Alles Liebe,

Susanna


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4 Gedanken über “Kinder: hochbegabt + hochsensibel + spirituell

  1. Sabrina

    Wunderbar geschrieben! Ich denke auch Mütter UND Väter sollten dies tun. Begleiten statt erziehen ist die wirkliche elterliche Aufgabe. Du hast es wunderbar erklärt.

    1. Susanna Beitrags Autor

      Ciao Sabrina und Danke!
      Ja du hast ja recht, ich hab die Väter vergessen – Sorry! ich hab es eben hauptsächlich mit Müttern zu tun und leider gibt es immer mehr Alleinerziehende …
      Umärmelchen

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