von Reiki zum Röntgenblick

Die meisten kennen oder können sogar irgendeine Energie-Technik: Aura-Reading, Reiki, Trancehealing, Handauflegen, Accessbars, Thetahealing, und was es da noch so alles gibt. Der Fokus sollte dabei immer auf der Steigerung des Wohlbefindens, also auf der Lösung liegen. Doch was uns gerade besonders fasziniert ist ja, wenn Leute wie mit einem Röntgenblick im Körper Schwachstellen oder Besonderheiten erkennen können.

Outing

Nun ich gehöre seit einigen Jahren auch zu diesen Leuten, und es interessiert dich vielleicht wie ich und auch andere dazu gekommen sind. Denn es gibt die unterschiedlichsten Wege dahin und es ist durchaus eine Gabe, mit der jeder geboren wird. Im Prinzip ist es eine Fähigkeit, die wir ausgeblendet haben, indem wir uns eingeredet haben, dass das gar nicht möglich ist. Das Zurück-Trainieren ist mühsam, lohnt sich aber. Denn dieser Weg öffnet einem auch noch ganz andere Türen, nämlich die sich selbst besser kennen zu lernen und sich selbst vertrauen zu lernen.

von Anfang an

Ich habe vor etwa 12 Jahren Reiki und PranicHealing gelernt, in zwei relativ kurzen Seminaren. Das war zu einer Zeit als ich sehr offen und neugierig war auf alles Neue und auch Zeit zu üben hatte. Trotzdem war der Anfang schwieriger als erwartet. Es gab ein paar wundersame Erlebnisse, die motivierten. z.B. ein sehr sensible Freund, bei dem ich eine PH Fernbehandlung machte, konnte mir später detailiert beschreiben welche Handgesten ich machte. Oder auch die Situation wo ich bei einer Energiefarb-übung eine Kollegin austricksen wollte und sie relativ schnell erkannte, dass ich alle 10 Sekunden die Farbe wechselte. Aber es gab eben auch Zeiten oder Situationen, wo einfach nichts lief. Oder ich völlig daneben lag, ohne genau zu wissen, warum es einmal funktionierte und ein andermal nicht.

Reiki und PH

Reiki fand ich zunächst phantastisch, weil es so einfach war, aber nach einiger Zeit fand ich es schwierig. Jetzt, im Nachhinein ist mir völlig klar, dass ich damals einfach nur mehr Meditation gebraucht hätte. Mein Verstand war dermassen unruhig und voll mit Fragen, dass ich mich nur schwer auf diese stille Technik länger einlassen konnte. Stattdessen verwirrte mich das viele Gerede über Reiki und das oberflächliche Auftreten einiger Reikianer und ich liess es einige Zeit lang. PranicHealing lag mir mehr, weil es eine Technik ist, wo man zuerst den Energiekörper mit den Händen scannt und dann erst Energie fliessen lässst. Das macht man auch relativ detailiert und notiert sich auch manchmal Beobachtungen oder Impulse.

üben, üben, üben

Ich kann nicht mehr genau sagen, wann es begann, dass ich durch Leute nur mehr hindurch sehen musste, um die Problematiken zu sehen. Es waren vielleicht 5 Jahre der Übung, vielleicht auch mehr. Anfangs traute ich meiner schnellen Einschätzung noch nicht ganz und vollführte meine Routine wie üblich. Später begann ich diesen „Blick“ ganz gezielt zu üben, am liebsten bei Dokumentationen im Fernsehen, wo Menschen mit Krankheiten und Beschwerden gezeigt wurden. Da ich Hunde und Pferde liebe, waren die natürlich auch für mich interessant. Bei Begegnungen im „wirklichen Leben“ allerdings bekam ich natürlich oft kein Feedback ob mein Eindruck stimmte, weil die Leute selbst nichts wussten oder ich gar nicht gefragt hatte. Oft behielt ich meine Wahrnehmung für mich, und das tue ich auch heute noch.

Nebenwirkungen

Essentiell für diese Fähigkeit und auch für mein ganzes Leben ist es meinen Verstand im Griff zu haben, besonders nachdem ich Kaffee getrunken habe. Manchmal wollen die Gedanken noch immer rasen mit mir oder verirren sich in komischen Ideen, was andere denken oder sagen. Ich brauche diese Gedankendisziplin um Ordnung in meinem Kopf zu haben und ganz klar meine Wahrnehmung von meinem Kopfkino auseinander halten zu können. Genau diese Klarheit im Geist ist die wesentliche Voraussetzung für jede Art von spiritueller Arbeit, meine ich. Und nur abschalten zu können ist bei weitem nicht genug, sondern es gehört auch in den Glaubensmustern aufgeräumt. Sonst ist man ständig mit einem Kampf in sich beschäftigt, wo zwei Stimmen sich widersprechen. Ich habe also gelernt, dass die Qualität meiner Gedanken wichtig ist, und die versuche ich ständig zu verbessern. ( nein, ich bin noch nicht perfekt 😉 )

alles ist möglich

Diese geistige Wahrnehmung, die ich da immer mehr trainiert habe, hat es mir leichter gemacht andere mediale Diszipline wie Jenseitskontakte, Hellsehen oder Tierkommunikation zu können. Ich wurde immer bewusster in der Fragestellung und immer klarer wurden mir Zusammenhänge und Antworten. Natürlich gibt es auch Trancemedien, die völlig den Verstand ausschalten können und Sagenhaftes leisten, doch das ist einfach nicht mein Weg. Ich bin vielmehr in einer Halbtrance und kann parallel Wahrnehmung und Verstand beobachten. Das ist vielleicht auch eine Möglichkeit, derer sich vieler Leute nicht bewusst sind. Wir kennen eben aus Filmen eher die dramatische Trance von Schamanen oder Hellseherinnen, die plötzlich mit anderer Stimme sprechen oder völlig weg sind. So bin ich nicht und ich kenne auch ganz viele andere, die so wie ich, parallel arbeiten können. Es läge mir einfach nicht ( momentan) völlig die Kontrolle über meinen Körper aufzugeben oder mich an nichts mehr erinnern zu können – dazu bin ich viel zu neugierig ^.^

Röntgenblick durch Hypnose

Sehr spannend finde ich auch die Geschichte von dem Mann mit dem Röntgenblick aus dem Burgenland. Er hat in jungen Jahren mit einem Freund einfach einmal Hypnose ausprobieren wollen, mit einem Buch. Besagter Freund kam beim Experiment auf die lustige Idee ihm zu suggerieren, dass er den Röntgenblick hätte. Zuerst tat sich gar nichts, aber nach zwei Stunden sah der Proband plötzlich in die Leute hinein. Nachdem er sich zusammen einem Mediziner das Wissen darüber aneignete, was er denn da eigentlich sah, begann er schliesslich als Heilpraktiker zu arbeiten. Natürlich versucht er heute Leute zu heilen mit Energieübertragung und anderen Techniken, trotzdem ist natürlich seine „Gabe des Sehens“ etwas, was die Leute überzeugt.

Wie ich heute arbeite

Bei mir in der Praxis dürfen sich die Leute immer noch bequem aufs Studiobett legen, während ich mit den Händen in der Luft herum wirble und zwischendurch einige Notizen mache. Anschliessend kann ich dem Betreffenden detailierte Auskunft über innere Zusammenhänge geben, vor allem was mit Ernährung zusammenhängt. Danach gehen wir auch den psychischen Ursachen gemeinsam auf den Grund und suchen Alternativen wie Affirmationen oder neue Gewohnheiten. Also zum Beispiel habe ich bei einer Klientin einen übersäuerten Magen festgestellt, was man einerseits mit Leinsamen gut weg bekommen kann und andererseits haben wir ihre Arbeitssituation durch besprochen, die ihr momentan sauer aufstösst. Mit einer neuen Strategie wie sie mit den Kollegen besser umgehen kann und noch ein paar Hinweisen, welche Nahrungsmittel sie meiden sollte und welche ihr gut tun, haben wir einen Plan um ihr Wohlbefinden nachhaltig und selbstbestimmt zu verbessern.

Einschränkungen

Natürlich sehe ich manchmal Dinge, die der Klient noch gar nicht bemerkt hat und muss ihm dann empfehlen zum Arzt zu gehen. Leider, denn unsere Hausärzte beschäftigen sich meist nicht mit den Zusammenhängen von Lebensgewohnheiten, Emotionen, Gedanken und den Krankheiten. Es gibt auch manchmal Situationen, wo ich mit der Medikation nicht zufrieden bin, um das Beispiel vorhin zu benutzen, halte ich Säureblocker für fragwürdig. Ich sehe da wie einen komischen Schaum im Magen, der den ganzen Verdauungskreislauf hemmt und etwas unangenehm Künstliches an sich hat. Man muss dabei natürlich immer den Einzelfall betrachten, und ob es nicht auch Alternativen gibt, die weniger Nebenwirkungen haben. Und dann sehe ich eben manchmal auch sehr schlechte Angewohnheiten, auch Süchte genannt, auf die ich einige Klienten wirklich nicht ansprechen kann. Gerade Alkoholismus kommt schleichend und wird gerne verleugnet, aber natürlich auch Cannabis Konsum. Natürlich versuche ich vorsichtig darauf hinzuweisen, aber das Ego der Leute ist meist so in der Defensive, dass es sinnvoller ist, nicht weiter darauf herum zu reiten. Es bleibt mir ohnehin nur übrig, mich mit dem zu begnügen, was ich jetzt gerade ändern kann und welchen Impuls ich meinen Klienten jetzt gerade mit auf den Weg geben kann.

Mein Tipp:

Es ist eine der Herausforderungen an dieser beobachtenden Fähigkeit, dass man zu leicht beim Problem stecken bleibt und die Lösung oder Heilung zu kurz kommt. Schliesslich kann man dadurch beweisen, dass es wirklich funktioniert. Ausserdem hat die Schulmedizin jahrelang das Recht auf Heilung hart verteidigt und wir sind sehr vorsichtig geworden mit das Wort „Heilung“ überhaupt zu benutzen.

Doch die Zeiten ändern sich und es tut sich etwas in der Meinung der Leute. Wellness und Entspannung sind zumindest schon krankenkassen tauglich und auch Meditation wird bald an Schulen gelehrt werden. Es ist also vielleicht nur ein Frage der Zeit, bis auch Energiearbeiter genauso anerkannt werden wie Schulmediziner. Irgendwann einmal ….

Post Author: Susanna

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