Der Praxis-Schrittmacher 2: effiziente Werbung für spirituelle Angebote

Gerade im spirituellen Bereich findet man haufenweise unterschiedlichste Angebote, manchmal versteht man sie sogar, oft fühlt man sich von der Werbung gelangweilt. Wem es gelingt eine wirklich gute und attraktive Werbestrategie zu entwickeln, hat schon die halbe Miete erreicht, und die Praxis oder das Seminar ist voll. Doch das ist eher die Ausnahme.

Die meisten Leute kopieren einfach andere und ihre Werbung wirkt halbherzig, unorignell und dadurch auch unattraktiv. Das liegt zum einen daran, dass jeder Geld sparen will und alles selbst machen will, und zum anderen, dass die persönliche Unsicherheiten in Texten und Bildern durchscheinen.
Nun ich bin auch für das „Selbermachen“, weil es einfach ein spannender Prozess ist, wenn man sich darauf einlassen will. Trotzdem gibt es so kleine Punkte, wo man professionelle Tipps braucht und vor allem ehrliches Feedback von anderen, die auch wirklich Ahnung haben.

Ganz generell kann ich euch schon mal vorab 5 heisse Tipps geben, wie man als Selbstständiger Werbung angehen sollte, um mal die häufigsten Irrtümer zu vermeiden.

  • Wirb dort wo du bist

Mach dir mal eine Liste oder einen Zettel, wo du aufschreibst, an welchen Orten du unterwegs bist und wo du in Kontakt mit anderen Leuten kommst. Dort kannst du am besten Werbung machen.

Leider glauben Leute immer wieder, dass sie genau dort Werbung anbringen sollten, wo sie NICHT sind, um mehr Kunden zu generieren. Das klappt aus mehreren Gründen nur schlecht: wenn man beispielsweise meint im Internet werben zu müssen, obwohl man es nie benützt, wird man weder Anfragen mitbekommen, noch ein Netzwerk im Internet etablieren können. Dort wo man nicht präsent ist, wird man auch nicht gut wahrgenommen und es ist auch sehr aufwendig Kontakte zu pflegen, geschweige denn professionell zu kommunizieren.

  • Mach deine Werbung so, wie es dir Spass macht – sei originell

Natürlich sieht man, was andere an Werbung machen und glaubt unbewusst „so muss es eben sein“, doch das ist einer der häufigsten Fehler. Du möchtest dich durch deine Persönlichkeit abheben und dazu benutzt du auch für dein Werbematerial deine Stärken. Es gibt eine so grosse Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten und es macht durchaus Sinn dich auf die Wege zu konzentrieren, die dir liegen. Du musst nicht das gleiche machen wie XY, auch wenn du es toll findest. Mach dein eigenes, originelles Ding und mach es gut. So hebst du dich ab und bleibst in Erinnerung.

    • Um die Ecke denken, langfristig denken

Gerade wenn man Werbung nicht professionell macht, tendiert man dazu sehr kurzsichtig zu denken. Kostenlose Schnupperangebote oder praktische Tipps auf dem Werbeträger, sind meiner Ansicht nach sehr sinnvoll. Häufig dauert es eine Weile bis sie sich wirklich rentieren, aber die Investition ist lediglich Zeit, Mühe und nicht Geld. Auch Networking und Teilnahme an Übungsgruppen oder Veranstaltungen braucht oft sehr lange bis sie positiven Rücklauf erzeugen. Meist funktioniert Werbung über die Häufigkeit, d.h. oft melden sich Leute erst, wenn sie deine Werbung zehn Mal gesehen haben.

    • Such dir in Gedanken einen Traumkunden

„Was denken wohl alle anderen?“ Das ist sicherlich der schlimmste Virus, den wir uns alle eingefangen haben. Natürlich gelingt es manchmal die Gedanken loszulassen, doch es kommt trotzdem noch vor, dass sie sich wieder heimlich ins Denken einschleichen.
Der beste Ratschlag für deine Werbetexte ist da, dir einen Traumkunden vorzustellen und an ihn/sie zu denken, wenn du etwas für die Öffentlichkeit planst. Da man es ohnehin nicht allen recht machen kann, bleibt man so wenigstens seiner Linie treu und spricht genau die Leute an, mit denen man auch arbeiten möchte.

  • DU stehst im Mittelpunkt, nicht dein Lehrer, nicht irgendeine Theorie und auch nicht deine Konkurrenz

Das Zitieren von anderen ist auch so eine Sache: ein wenig ist durchaus okay, aber zu viel davon schiesst völlig am Ziel vorbei. Auch wenn du Meinungen und Überzeugungen von anderen übernimmst, kommt deine eigene Stimme zu kurz, wo du von dir persönlich berichtest.
Damit sind nicht Lebensgeschichten von dir gemeint, sondern intime Einblicke in dein Denken und in deine eigenen Erfahrungen. Viele getrauen sich das gar nicht, dabei ist das eine der wenigen Möglichkeiten sich selbst zu zeigen.


WAS besonders bei spiritueller Werbung zu beachten ist:


  • Achte auf deine Energie

Egal was du schreibst oder sagst, prüfe immer ob es in Einklang mit deiner Vision und deinen Werten steht. Sehr häufig passiert es nämlich, dass das ursprüngliche, tolle Energieniveau verloren geht, sobald es um konkrete Aktivitäten geht. Also wenn du zum Beispiel auf Fragen antwortest, oder wenn du von deinen Erfahrungen sprichst, dann versuche das in Einklang mit deiner Lebensphilosophie zu bringen. Gerade in der Heilarbeit, ist es für den Kunden verwirrend, wenn du mehr über Probleme redest, als über Lösungswege und Erfolge.

  • Finde deinen ganz eigenen Stil und trotzdem Qualität

Lieblose Arbeiten bringen nichts. Einfach ein paar Zeilen hinklatschen und ein unscharfes Foto, sind schwache Voraussetzungen für Werbematerial. Texte gehören gut ausgearbeitet, sollten verständlich und möglichst fehlerfrei sein, um andere emotional zu erreichen. Sachliche Texte sind häufig zu unpersönlich, verklärtes Geschwafel versteht keiner. Ausserdem ist Sympathie zum Anbieter wichtig, also stell dich möglichst sympathisch und freundlich dar.
Natürlich ist es einfacher Design und Inhalte von anderen zu kopieren, doch deine eigene Ausdrucksweise und Persönlichkeit sind gefragt. Und die ist eben Geschmackssache. Prüfe deine Werbung auf Qualität, also Verständlichkeit, Ästhetik und Klarheit. Der Rest ist deine ganz eigene Art und spiegelt dich einfach wieder.

  • Bleib bodenständig und klar

Du bist ein Experte und jeder Experte ist dazu da, Laien mit seinem Fachwissen weiter zu helfen. Also sei dir immer bewusst, dass gewisse Ausdrücke und Einblicke deine Kunden schnell überfordern oder verwirren können. Noch dazu herrscht in der Esoterik ein solches Begriffs-Wirrwarr, dass du dich nicht darauf verlassen kannst, dass jeder unter deinen Lieblings-Ausdrücken das Gleiche versteht. Häufig haben deine Kunden ganz unterschiedliche Vorstellungen wie deine Leistung aussehen soll. Wenn dir das bewusst ist, wirst du versuchen dich möglichst einfach und sachlich auszudrücken, damit jeder dich verstehen kann.

  • Lass dich nicht blenden

Es gibt gerade im Internet haufenweise Anbieter, hinter denen nur eine gewiefte Marketing-Strategie steckt. Forscht man genauer nach existieren die Personen gar nicht, oder jemand völlig anderes steckt dahinter.
Trotzdem habe ich es schon erlebt, dass sich sehr talentierte Medien davon haben einschüchtern lassen und den Betrug nicht durchschaut haben. Nur zu schnell vergleicht das Ego nämlich mit dem eigenen Selbstbild und man fühlt sich gleich ganz klein.
Dabei wissen wir doch alle, dass Vergleiche gar nichts bringen und meistens ja gar nicht möglich sind. Benutze also lieber deine Fähigkeiten um unter die Oberfläche zu sehen und dein eigenes, tolles Selbstbild zu kreiern.

  • ändere deine Werbung von Zeit zu Zeit, aktualisiere Fotos, Texte etc.

Du veränderst dich laufend und deine Kundschaft auch. Damit meine ich nicht ständig herum zu springen und schnell-schnell Verschiedenes auszuprobieren. Mit der Zeit findest du schön langsam zu deiner Linie, auch wenn es manchmal etwas dauert. Sei dir dabei bewusst, dass das Thema Werbung nie abgehakt ist, sondern auch Texte, Bilder und sogar Angebote sich immer wieder erneuern sollen. Vielleicht dass jährlich etwas Neues an deiner Selbstdarstellung hinzukommt und auch etwas Altes wieder weg fällt.

Updates sind gefragt!


 

 

Alles Liebe und ToiToiToi,

Susanna

 

P.S.: Natürlich wieder „aus eigener Erfahrung“ – was sonst 😉

 

 


So gehts weiter mit dem Praxis-Schrittmacher:

Teil 3: gut gestartet und dann kommt der grosse Knick
Teil 4: professionell arbeiten, Qualität halten

Teil 5: alles verändert sich ständig, justiere deine Ausrichtung

Post Author: Susanna

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