Der Praxis-Schrittmacher 1 – Tipps für den Beginn deiner Selbstständigkeit

Du hast einen Raum gemietet, mit Freunden eine Homepage erstellt und Flyer drucken lassen, aber es kommen zu wenig Leute?
Da bist du nicht allein, so ergeht es jedes Jahr hunderten von Absolventen von spirituellen Seminaren und sogar teuren Ausbildungen.

Ich würde gar nicht sagen, dass es normal ist, aber ich höre es von sehr vielen. Denn keiner ist sich vorher im Klaren darüber, wie man die Selbstständigkeit effizient und fundiert beginnt, damit sie gut zu laufen beginnt.

Fehler #1: Raum anmieten

Logischerweise braucht man einen Ort, wo man ruhig, angenehm und möglichst gut erreichbar arbeiten kann. In der ersten Euphorie machen sich viele auf die Suche nach einem Raum um überhaupt starten zu können. Meist endet das damit, dass viel mehr Geld für Miete ausgegeben wird als eingenommen und die Frustration immer grösser wird.

Mein Tipp: Such dir einen Raum bei jemanden, der bereits Kunden hat, den du stundenweise oder halbtags sehr günstig mieten kannst. Solltest du soetwas nicht finden, dann kannst du deinen Kunden vielleicht auch Hausbesuche anbieten.
Das Geld für die Miete wäre jedenfalls zu Beginn deiner Selbstständigkeit woanders besser eingesetzt. ( z.B. für Werbung oder begleitendes Coaching)

Fehler #2: Flyer, Druckmaterial

Viel zu schnell werden Flyer gedruckt, mit schlechten Texten und Fotos, weil jeder glaubt so etwas haben zu müssen. Auf Messen kann man auch regelmässig beobachten, wie von den Besuchern die gesammelten Flyer am Ausgang wieder entsorgt werden. Um wirklich Effekt zu haben, müssen solche Druckmaterialien sehr professionell gemacht sein, also graphisch ausgearbeitet und mit motivierenden Texten.

Mein Tipp: Spar dir das ganze gedruckte Werbematerial am Anfang, konzentriere dich lieber darauf Leute kennen zu lernen und dich klarer zu orientieren, wie du dich präsentieren möchtest.

Fehler #3: Selbstdarstellung

Da haben wir wieder den heikelsten Punkt, mit dem nicht nur Spirituelle zu kämpfen haben. Was und wie erzähle ich über mich? Einige machen sich darüber gar keine Gedanken und rücken ihr Angebot in den Mittelpunkt, bis sie merken, dass der Mensch dahinter wichtiger ist. Andere schreiben einen langweiligen Lebenslauf auf ihrer Homepage mit einem Urlaubsfoto dazu. Wieder Andere machen möglichst komplizierte und umfangreiche Texte, die keiner liest und schon gar nicht versteht.

So geht es auch nicht, so kann man als Anbieter nicht überzeugen.

Mein Tipp: Bei der Präsentation der eigenen Person ist es ratsam professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, also jemanden der einerseits modern schreiben kann, andererseits auch den Menschen hinter dem Angebot portraitieren kann. Der kann dir dann auch ganz objektiv sagen welche Fotos und anderes Material dazu passt. ( Ich empfehle dazu gerne Textgarten – Moni Obrist, die ist modern, günstig und versteht auch Spiritualität)

Fehler #4: überall dabei sein

Mit tausenden Facbook-Freunden bist du nicht automatisch gut vernetzt, auch nicht wenn du in zig Gruppen dabei bist. Es ist vielleicht auch zu früh einen eigenen Blog zu schreiben, oder dich an grossen Messen zu präsentieren. Natürlich glaubt man zu Beginn sich sofort der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen und möglichst viele Unbekannte auf sich aufmerksam zu machen. Doch es gibt sehr viele Möglichkeiten dazu, wie Messen, Netzwerktreffen, Diskussionsgruppen und Veranstaltungen. Schliesslich powert man sich aus, weil man meint überall dabei sein zu müssen und verliert sich dabei.

Mein Tipp: Weniger ist mehr. Natürlich sollte man einiges ausprobieren und sich zeigen, aber mal ganz langsam. Vor allem ist es sehr sinnvoll andere Techniken und Angebote einmal auszuprobieren. Einerseits um den Horizont zu erweitern, andererseits um sich mit Leuten zu vernetzen. Achte dabei auf Qualität in deinen Kontakten und versuche in den Flow zu kommen, anstatt dich stressen zu lassen.

Fehler #5: schwache Präsentationen

Auch hier gilt: gutes Auftreten, Sicherheit und Erfahrung mit deinem Angebot, sowie ein solides Netzwerk sind Grundvoraussetzungen für gelungene Veranstaltungen. Viel zu häufig wird schon in Ausbildungen motiviert Vorträge zum Gelernten zu halten, ohne dazu die praktische Erfahrungswerte zu haben. Die Präsentation dann wirkt meist unauthentisch und unsicher, jedenfalls wenig überzeugend. Einige denken sich wohl, dass sie alles einfach aus dem Stegreif locker erzählen, und bremsen sich dann doch durch unerwartete Nervosität völlig aus. Es gibt sogar Webinare wo Vortragende daher stottern, meist mit beinahe leidender Stimme und man merkt einfach, dass sie nicht vorbereitet sind. So wird das nichts.

Mein Tipp: Wenn du eine Veranstaltung ankündigst, dann zu einem Thema wo du sattelfest bist und sehr gut vorbereitet. Als Vortragender solltest du kompetent und gelassen wirken, um tatsächlich bei deinem Publikum zu überzeugen und zu motivieren.


Im Prinzip gibt es kein richtig oder falsch, es gibt einfach nur gutes Timing und gute Kollaborateure zum richtigen Zeitpunkt.
Häufig will der Kopf alles viel zu schnell erzwingen und das Ergebnis ist dann frustrierend. Er meint auch alles alleine und viel billiger machen zu können, doch im Endeffekt hat er dann Geld und Energie zum Fenster hinaus geschmissen.

Erfahrene Mitstreiter hingegen sind Gold wert und bringen dir sogar Kunden durch ihr Netzwerk.

Also Eile mit Weile und vor allem mit Fokus auf dich selbst und deine eigene, solide Entwicklung.

 

    Alles Liebe und ToiToiToi,

Susanna

 

P.S.: Natürlich berichte ich bei den Fehlern auch „aus eigener Erfahrung“ – was sonst 😉

 

 

 


So gehts weiter mit dem Praxis-Schrittmacher:

Teil2: effiziente Werbung für dein spirituelles Angebot
Teil 3: gut gestartet und dann kommt der grosse Knick
Teil 4: professionell arbeiten, Qualität halten

Teil 5: alles verändert sich ständig, justiere deine Ausrichtung

Post Author: Susanna

1 thought on “Der Praxis-Schrittmacher 1 – Tipps für den Beginn deiner Selbstständigkeit

    Monika

    (12. Februar 2018 - 10:44)

    Liebe Susanna
    Vielen Dank für Deinen inspirierenden Artikel und Deine Empfehlung.

    Ich habe aufgehört mich zu sehr mit Facebook & Co. zu beschäftigen weil ich einfach keine Lust dazu hatte. Ich liebe es mich mit Menschen zu vernetzten und sie persönlich zu treffen. Da bin ich voll im Flow, weil mich ihre Geschichten inspirieren. Ich habe es einfach mit kleinen Messen ausprobiert, wo Menschen sind, deren Themen mich interessieren. Aus reiner Freude heraus. Ohne Flyer, ohne RollUp. Hab mir einfach etwas Witziges einfallen lassen. Und das war dann genau das, was die Leute begeistert hat.

    Mein Motto – einfach der Freude folgen und tun was sich für Dich stimmig anfühlt.

    Herzlich
    Monika

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