Susanna BELLONI

Das Trampolin-Prinzip

Wie du aus negativen Gedanken rauskommst indem du sie als Sprungbrett nutzt.

Sicher kennst du die Situation, wo du dich selbst über deine eigene Negativität zu ärgern beginnst. Irgendwie weisst du ja, dass alles an dir liegt, aber du findest keinen Weg hinaus. Stattdessen kreisen deine Gedanken wie eine alte Schallplatte rund um die gleiche doofe Geschichte.

Klar könntest du jetzt zu einem guten Therapeuten gehen, aber der Ehrgeiz ist doch da, alles alleine hinzukriegen – nicht wahr? Und das ist auch möglich. Dir sollten einige Dinge klar werden, die dich auf den richtigen, nämlich konstruktiven Weg bringen:

1. die Lösung für dein Problem fühlt sich wesentlich besser an als du dich jetzt fühlst

In deiner Problem-Stimmungslage ist es also weder möglich eine gute Idee anzuziehen, noch könntest du sie erkennen, falls sie dir über den Weg läuft. Der erste Schritt raus aus jedem Dilemma lautet also: Stimmung anheben.  Das heisst aufhören zu jammern oder deine schlimme Geschichte zu erzählen, weder dir selbst noch anderen, selbst wenn du dich dafür ablenken musst. Es gibt auch einige Techniken und Methoden, die dich dein Thema bearbeiten lassen, wie z.B. THE WORK oder Ho`oponopono. Ablenken ist aber genauso gut, wenn es dich aufstellt.

2. an deine Vision heran tasten

In dieser guten Stimmung beschäftig dich bewusst mit einer groben Vorstellung, wie du dir deine Situation wünscht. Das fällt anfangs nicht leicht, daher mein Tipp sehr generell zu bleiben. Also du möchtest erfolgreich, respektiert, frei, glücklich, selbstbewusst und entspannt usw. sein. Da bemerkst du gleicht, dass die Gefühle, die du erreichen möchtest viel wichtiger sind als äusserliche Details. Umso mehr du dir vergegenwärtigst, wie du dich fühlen möchtest, desto häufiger werden dir Ideen und Vorstellungen kommen wie sich dein weiteres Leben gestalten könnte.

3. mit richtig Schwung zur inspirierten Aktion

Wenn dir deine Ziele ungefähr klar geworden sind, kannst du dich an den schwierigsten Schritt heran wagen: Konfrontiere dich mit dem,was dich bisher geplagt hat, indem du dir die Frage stellst: Wie genau hätte ich das lieber?

Also z.B.: ich möchte, dass mein Partner verständnisvoll ist, meine Mutter souverän, mein Kind selbstbewusst und ich sowieso all das zusammen. Sehr gut!

Allmählich definierst du dadurch ein schärferes Bild von dem, was du möchtest und kannst deine Aufmerksamkeit darauf richten. Es wird dich sogar immer mehr aufbauen und weiter wachsen. Aus dieser Stimmung heraus wird sich eine Gelegenheit nach der anderen zeigen, du wirst plötzlich Lust auf Neues bekommen und mit Leichtigkeit inspiriert handeln. Inspiriert von dem Gefühl, das du eigentlich erreichen willst. So ziehst du es kraftvoll in dein Leben.

4. Aufmerksamkeit bewusst verteilen  

Wir erzählen unsere Geschichten gerne anderen. Als Inspiration und Hoffnungsspende. Sei dir jedoch dabei bewusst, dass du eine Erfolgs-Story erzählst und nicht ausweiden möchtest wie schlecht es dir erging. Als Daumenregel schlage ich dir folgende Verteilung vor: 10% Misere und 90% Weg raus aus der Misere. Erstens interessiert deine Zuhörerschaft das letztere viel mehr, andererseits willst du positive Impulse setzten, also deutlich mehr Gewicht auf das Konstruktive richten. Sieh deine „negativen“ Erfahrungen lediglich als den kurzen Schwung an, den du dir auf einem Trampolin holst, wenn du kurz nach unten tauchst um danach möglichst lange  in die Höhe zu schiessen.

5. Unzufriedenheit kann auch Spass machen

Wie auf einem Trampolin geht es immer wieder nach unten und nach oben. Das ist eben so. Klar kannst du kleine Hüpfer machen oder dramatische, grosse Bewegungen. Und immer wenn du meinst, dass du jetzt ganz oben bist, geht es wieder hinunter. Das klingt vielleicht etwas traurig, aber was wäre denn wenn du immer oben bleiben würdest?

Stell dir jetzt mal ein Kind auf einem Trampolin vor: es holt tief Schwung, schnalzt nach oben und bleibt plötzlich in der Luft hängen. Wär das auf Dauer noch lustig? Eben nicht. Stattdessen wird jedes tiefe Schwungholen zu einem Riesenspass, weil die Vorfreude schon mitschwingt wieder ganz nach oben zu schnellen!

Und jetzt stell dir mal vor du lebst dein Leben und seine Höhen und Tiefen so.

Könnte dann jedes unangenehme Ereignis in deinem Leben zu einem Schwungholen für neue Erfahrungen und Hochzeiten werden? Im Prinzip liegt es nur an deiner Sichtweise und Haltung. Anders ausgedrückt: dieses Bild vom Trampolin könnte dir in schwierigen Zeiten eigentlich helfen, wieder auf deine Ziele zu fokussieren. Weil sie doch nur dazu da sind um uns in Bewegung zu halten und Neues erleben zu lassen – nicht wahr?


Hilfreich?

Es gibt viele Techniken und Tricks, die uns kurzfristig oder punktuell helfen, wie die Quantensprungmethode, The Work, Vorbilder, Aufsteller, schamanische Techniken usw.. ( siehe auch andere Artikel in diesem Blog)

Ich glaube allerdings, dass das grosse Bild, unsere Sicht auf unser Leben, also unsere Haltung entscheidend ist.  Und ich plädiere hiermit für eine leichte, entspannte, fröhliche und abenteuerlustige Haltung.

Du nicht auch?

 


 

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