Susanna BELLONI

Beruf und Berufung – spirituell

fluss3wir fragen uns doch alle einmal wozu wir eigentlich berufen sind, also wohin unser Ruf uns führt. Der Verstand möchte konkrete Bilder und Anweisungen, was wir tun und wie wir leben wollen, am besten gleich für die nächsten 10 Jahre oder länger. Gleichzeitig mögen wir es nicht in eine Schublade gesteckt zu werden und beschuldigen andere das aber zu tun. Das ist doch ein krasser Widerspruch – nicht wahr?

Wege

Selig die Handwerker und anderen traditionellen Berufler, die einfach wissen was sie leben wollen und wie man das am besten macht. Lehre oder Studium, danach Angestelltenverhältnis und vielleicht sogar Selbstständigkeit. Nur das funktioniert in der spirituellen Branche nicht so. Erstens gibt es keine genormten Ausbildungen, zum anderen keine Lehrstellen oder Anstellungen bei einem Meister, wo wir langsam in den Beruf eingeführt werden. Stattdessen müssen wir uns langsam und mit viel Lehrgeld gleich auf die Selbstständigkeit einlassen, anfangs gerne „nebenbei“.

und das Geld?  geld

Es fühlt sich häufig an als ob wir unser Hobby allmählich zum Beruf machen und dadurch ergibt sich die Herausforderung mit dem Finanziellen. Wieviel darf oder soll ich verlangen? Soll ich davon leben können oder nicht? Wie sichere ich mich finanziell ab?

Leider geht dabei der Fokus für die Qualität der Arbeit und die persönliche Weiterentwicklung manchmal verloren oder tritt in den Hintergund. Und das ist auch der häufigste Grund warum einige daran scheitern und wieder aufgeben. Es bedarf tatsächlich eines grösseren Überblicks oder sehr viel Vertrauen in die geistige Führung um locker und freudig Hürden zu meistern, authentische Werbung zu machen und als Einzelkämpfer nach vorne zu sehen.

Vielleicht sollten wir uns immer wieder vor Augen halten, dass das Leben auf unserer Seite ist und wir tatsächlich nicht kämpfen brauchen, ganz im Gegenteil. Wir sind dann am glücklichsten, wenn wir es fliessen lassen können und aufhören uns diese konkreten Fragen zu stellen, deren Antworten uns ohnehin nur einengen würden.

Meine 3 besten Tipps

  1. Befolge deine eigenen Ratschläge für andere. Coache dich selbst und bleibe deinen Prioritäten und Wahrheiten treu. Schliesslich sprichst du ja immer nur zu dir selbst und die anderen halten dir nur einen Spiegel vor Augen.
  2. Übe und trainiere dein Handwerk. Natürlich hast du ein besonderes Talent, aber es will gepflegt werden und von deinem Lebensstil unterstützt. Werde dir bewusst was du brauchst um gut arbeiten zu können und richte dein Leben danach aus.
  3. Vernetze dich mit anderen Spirituellen. Wir können von einander lernen, uns gegenseitig stärken und miteinander wachsen. Wir wissen eigentlich alle, dass wir miteinander an einem Strang ziehen und nicht in Konkurrenz stehen. Bleib im Vertrauen, dass alles richtig kommt und geniesse die Inspiration und die Erfolge deiner Kollegen. So stärken wir nämlich auch unsere Branche, unser Ansehen.
mehr Künstler als Techniker

awesome-model-mood-wallpaper-1Wir sind wie Künstler, die ihrer Inspiration folgen und ihr Leben ohne Berechnung leben. Wir erschaffen Situationen und Leute in unserer Realität, die mit uns das Spiel spielen, das man Inkarnation nennen könnte. Auf dieser Reise entlang der Zeit begegnen uns auch Hürden, aber genauso magische Zusammenspiele und unendliche Möglichkeiten. Fasziniert wie ein Reisender durch eine bunte exotische Welt kommen wir manchmal aus dem Staunen nicht heraus und es lohnt sich gar nicht danach zu fragen, was als nächstes kommt, weil wir es uns doch gar nicht vorstellen können.

Es ist auch nur unser kleiner Verstand, der sich gerne mit unserem Selbstbild beschäftigt. Das Selbstbild, das wir auch Ego nennen, vor allem dann, wenn es hinderlich ist. Tatsächlich fragt sich ein staunender Reisender nur selten danach, wer er selbst ist oder wie er von anderen wahrgenommen wird. Stattdessen liegt sein Fokus auf den wunderbaren und überraschenden Ereignissen, die diese Reise erst er-lebenswert machen.

Mit anderen Worten: die Frage nach dem Beruf ist minder wichtig, oft sogar unerheblich. Doch die Freude am Erleben, Entdecken und Ausprobieren um so wichtiger. Denn ein guter Beobachter findet bald heraus, dass sich Gelegenheiten bieten, Türen öffnen und neue Wege auftun, wenn es an der Zeit ist. Unsere Sehnsüchte und Lebenslust lässt uns einen Schritt nach dem anderen tun, ohne dass der Verstand schon vorher wissen muss, wohin die Reise führen wird.

 


 

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