Susanna BELLONI

Quantensprungmethode und andere Tricks

Ich beschäftige mich immer wieder mit Techniken und Tricks, also mentalen Übungen, um sich selbst zu helfen. Natürlich probiere ich die selbst aus um damit Erfahrungen zu sammeln und sie auf ihre Wirksamkeit und Eigenschaften zu prüfen. Themen, die ich bei mir selbst angehen möchte habe ich genügend, allerdings nehme ich gerne grundlegende und weitreichende.

Selbstkritik – ein gutes Beispiel, das wohl jeder kennt
Selbstkritik

so mag ich mich auch am liebsten 😉

Um ganz ehrlich zu sein hadere ich schon seit längster Zeit mit einer meiner destruktivsten Eigenschaften: ich bin ausserordentlich kritisch ( glaub ich zumindest) . Und es ist mir auch völlig klar woher diese unpraktische Angewohnheit kommt, nämlich aus meiner Kindheit. Da wurde mir einerseits vorgelebt, wie man sich selbst über andere stellt, indem man sie kritisiert, andererseits wurde ich in der Schule angehalten Standpunkte zu beziehen und Aufsätze darüber zu schreiben. Besonders im Englisch-Unterricht mussten wir da über Themen schreiben und Situationen verurteilen, über die ich mir gar keine richtige Meinung bilden konnte. Trotzdem mussten wir argumentieren warum wir etwas schlecht fänden und warum etwas anderes besser wäre. Es ging überhaupt nicht um Lösungsansätze, sondern vielmehr darum die Texte anderer kritisch zu besprechen und einen klaren Standpunkt auszudrücken. ( Alles nur um eine Sprache zu lernen!)

Mir ist das stark in Erinnerung geblieben, weil es mir so gar nicht entsprochen hat, aber um im Schulsystem zu bestehen, machten wir alle mit. Auch in anderen Fächern, sogar Religion wurden wir angehalten kritisch zu denken und gleichzeitig nachzubeten was der Lehrere für richtig hielt und was für falsch. Heute muss ich sagen, dass dies meinem eigenständigen und kreativen Denken nur zum Teil förderlich war, es hat vielmehr den unbewussten Glaubenssatz „du musst kritisch sein“ in mir stark eingeprägt.

Als Folge daraus und auch noch etlichen anderen unglücklichen „Vorbildern“, die mir vorgelebt haben, dass nicht alles gut oder akzeptabel ist, sehe ich mich heute immer wieder mit meiner eigenen kritischen Haltung konfrontiert. Und meine Kritik richtet sich zu einem überwiegenden Teil gegen mich selbst. Mittlerweile kreide ich mir nämlich sogar an, viel zu negativ und kritisch zu sein – wie man meinen Zeilen hier wahrscheinlich entnehmen kann.

Quantensprung-Methode um mein Wunsch-Bild von mir zu finden

Auf der Suche nach einem Ausweg aus diesem Dilemma, kam mir eine interessante Methode unter, die ich bei Burt Goldmann gesehen habe, einem amerikanischen Lehrer, der als AmericanMonk auf Youtube und Facebook publiziert. Ein wirklich toller Typ, der viele seiner Tricks und Techniken klar und verständlich weiter gibt. ( Eigentlich ein Vorbild 😉 )

Kurz erklärt: Wenn du in deinem alten Selbstbild fest steckst, dann versuch folgende Visulaisierungsübung um die Kluft zwischen Ausgangspunkt und Ideal zu überwinden. Nimm dir ein wenig Zeit und schliesse die Augen. Versuche dich ganz zu versenken und alles los zu lassen, ähnlich wie in einer Meditation. Dann überlege dir wie DU gerne wärst in Hinsicht auf dein Problem.

Burt Goldman stellt dazu folgendes Hintergrund-Bild auf: angenommen es gibt sehr viele Paralleluniversen, und in jedem führst du ein ganz anderes Leben. Such dir den Zwilling aus der Parallelwelt aus, der genau die Eigenschaft besitzt, die du jetzt gerne haben möchtest. Fokussiere ganz auf diese Person und nur auf den Aspekt, den du kopieren möchtest und sieh dir genau an wie du da bist. Dann beginne den Rythmus und die Schwingung dieser Person zu erspüren und immer stärker zu übernehmen, als ob du mit deinem Zwilling verschmelzen würdest.

Er empfiehlt diese Übung täglich zu machen oder zumindest so oft wie möglich. Burt berichtet wie er durch diese Technik viele Fähigkeiten in sich erweckt hat, künstlerische und auch andere, die vorher brach lagen.

Warum sollte das funktionieren?

Klar ist, dass du dich auf das konzentrieren musst was du möchtest. Häufig passiert es aber, dass unser Verstand und bei unseren Visualisierungen von hinten einflüstert: „das kannst du aber nicht, so bist du aber nicht, du weisst gar nicht wie“ etc. Bei der Quantensprungmethode, lässt du dir ein Bild von dir selbst zeigen, das einerseits schon fertig ist und andererseits fühlbar ist, durch ihren Rythmus.

Mir fällt es leicht diese Theorien von Paralleluniversen und anderen ungewöhnlichen Ideen, einfach nur zu benutzen ohne sie zu hinterfragen. Frei nach dem Motto „stell dir vor wie es wäre wenn …“. Es spielt also überhaupt keine Rolle wie die Welt aussieht, sondern ich benutze die These einfach als Unterstützung zu meiner Visualisierung und schenke ihr nicht weiter Beachtung.

Meine Erfahrungen damit

Nach der ersten Übung ist mir ehrlich gesagt ein wenig übel geworden und ich habe natürlich gleich wissen wollen was da in mir los ist. Schliesslich habe ich bemerkt, dass ich mich viel zu sehr gegen dieses neue ICH innerlich sträubte, denn zu tief sass der Glaubenssatz „Kritisch=Gut“ in mir. Ich musste also das Kritsch-Sein auch rational bearbeiten, logisch zerpflücken um mir klar zu werden, dass ich diese Überzeugung nicht brauche. Scheinbar war dieser Satz nur dazu da um Entscheidungen besser treffen zu können, aber die möchte ich ja mittlerweilen viel lieber intuitiv treffen, also brauche ich ihn nicht mehr.

Zusätzlich habe ich mir einen imagninären Mentor eingerichtet, eine Idee die eigentlich eine Abwandlung von Napoleon Hill`s mentalen Konferenz stammt. ( Napoleon Hill hat als Visualisierungsübung empfohlen, eine Art Konferenz einzuberufen von Ratgebern, die dir helfen dein Leben und deine Entscheidungen zu diskutieren. Man sollte dazu Leute mit Expertise einladen, und auch solche, die man als Vorbild hat. Das war für mich ehrlich gesagt zu anstrengend und verwirrend, ist aber sicherlich ein tolle Vorgangsweise. Da sich bei meinem ersten Versuch ohnehin eine Person klar als Redelsführer gezeigt hat, belasse ich es dabei mich von dieser Person „geistig“ beraten zu lassen.)

eckhard_tolle_oprahOprah Winfred, meine Mentorin

Ich liebe Oprah und sehe mir sehr viel von ihren spirituellen Shows im Internet an, sie beeindruckt mich aber auch aufgrund ihres Erfolgs. Sie ist mir als Mensch, und als Frau ein Vorbild in vielerlei Hinsicht. Wenn ich mich von jemanden beraten lassen wollte, dann von ihr.

Mein Trick ist also, in Momenten des Zweifels oder der Ratlosigkeit, mir vorzustellen, was Oprah jetzt zu mir sagen würde. Das funktioniert wunderbar, denn sie ist in meinem Kopf eine tolle Motivatorin. Sie bestärkt mich mir selbst zu vertrauen und mich nicht darum zu kümmern, was andere sagen könnten. Sie ist voller Power und dabei nüchtern und herzlich.

Warum dann die Quantensprungmethode?

Ich brauche ein Ziel, eine Vision von mir selbst wie ich sein möchte. Dazu genügt nicht nur ein ungefähres Bild, nein, ich brauche dazu ein Gefühl und eine ausgereifte Version von mir. Die Quantensprungmethode ist vielleicht nicht für jedermann, ich finde sie enorm hilfreich.

Es fällt mir immer wieder auf, wie die eigene Vision, wie man sein möchte, schwierig zu sehen ist, weil man immer von seinem jetzigen Selbstbild ausgeht. Dabei reduziert man unbewusst seine Möglichkeiten und das was in der Zukunft real werden könnte. Burt Goldmanns Vorschlag sich schon dort so zu sehen wie man sein will, ist dabei extrem praktisch und weniger aufwändig als z.B. die indianische Form der Visionssuche, die ja Tage mit Fasten in der Einöde voraussetzt.

Zusammenfassung

Ich bin zwar noch nicht ganz am Ende meiner Selbsterfahrung angelangt, aber bislang hat sich die Kombination aus diesen 3 Techniken für mich sehr wirksam gezeigt:

  • Fühlbare Vision wie ich sein möchte durch die Quantensprungmethode
  • Ausräumen von hinderlichen Glaubenssätzen mit THE WORK, oder NLP ( am besten Ergebnis/ neuen GS aufschreiben)
  • Vorbild als Mentor und Coach im Geiste

Wenn du ähnliche Erfahrungen hast oder Fragen zu den Techniken, dann schreib mir doch ins Kommentarfeld weiter unten

( Mein Beitrag zur Blogparade von Jörg Unkrig zum Thema VOR-BILD )

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